Der Angriff eiskalt und effizient, die Abwehr ein typisch "italienisches" Bollwerk mit der klaren Handschrift von Trainer Antonio Conte. Nach der Machtdemonstration im Halbfinale der Europa League gegen Schachtjor Donezk ist der ersehnte erste internationale Titel seit 2010 zum Greifen nah - und das Selbstvertrauen bei Inter Mailand schier grenzenlos.

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"Von einer solchen Nacht haben wir geträumt. Wir haben bewiesen, dass Inter bereit ist für große Dinge und für das Finale", sagte Lautaro Martínez, der beim 5:0 (1:0) gegen den ukrainischen Meister aus Donezk zwei Treffer beisteuerte und gemeinsam mit dem zweiten Inter-Doppelpacker Romelu Lukaku eines der gefährlichsten Sturmduos Europas bildet. Der Belgier Lukaku ist zudem seit Montagabend der Rekordtorschütze dieses Wettbewerbs.

Inter trifft auf den Europa-League-Rekordsieger FC Sevilla

Im Finale am Freitag (21:00 Uhr im Liveticker auf Eurosport.de) in Köln sollen die beiden Angreifer nun dem Europa-League-Rekordsieger FC Sevilla das Fürchten lehren. Kaum jemand bei den stolzen Italienern zweifelt daran, dass Inter, das auf dem Weg ins Endspiel unter anderem den Bundesligisten Bayer Leverkusen ausgeschaltet hatte, das Zeug dazu hat.

Die "Gazzetta dello Sport" jedenfalls ist bereits sicher, dass die Andalusier vor der "Inter-Torlawine nur zittern" könnten. Und die Zeitung "Corriere della Sera" attestierte Mailand die Qualität "der Champions-League-Halbfinalisten", die Mannschaft spiele "auf einem höheren Niveau als die Rivalen der Europa League".

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Trainer Antonio Conte ist Inters Architekt

Der Architekt dieses Erfolgs sitzt auf der Trainerbank. Italiens Ex-Nationalcoach Antonio Conte, ehemaliger Meistercoach von Juventus Turin und des FC Chelsea, hat seiner Mannschaft eine klare Handschrift verpasst. Das wurde am Montag gegen Donezk deutlich.

Von der starken Offensive der Ukrainer war nichts zu sehen, weil Inter die Räume derart geschickt zustellte, dass Donezk schlicht keine Lösungen fand. Vorne waren die kongenialen Stürmer Martinez und Lukaku nicht zu kontrollieren. Zudem traf Danilo D'Ambrosio nach einer Ecke per Kopf.

Inter wartet seit neun Jahren auf einen Titel - Gerüchte um Messi

Der Hunger, die Sehnsucht nach Erfolgen sind bei Inter grenzenlos. Nach dem Triple 2010 - inklusive des Champions-League-Sieges im Finale gegen Bayern München - kam nur noch der Pokalsieg 2011 dazu. National war Juve seitdem immer zu stark, doch mit Conte an der Seitenlinie soll nun eine neue Ära beginnen.

Der Titel in der Europa League ist spätestens jetzt fest eingeplant, er soll nur der Anfang von etwas ganz Großem sein. Mit tatkräftiger Unterstützung des chinesischem Eigentümers Suning will Inter künftig wieder in der Königsklasse für Furore sorgen. Womöglich wird Lionel Messi dabei eine große Rolle spielen. Gerüchte, der argentinische Superstar könnte den FC Barcelona tatsächlich verlassen und sich Inter anschließen, halten sich hartnäckig.

Zunächst aber geht es um die Gegenwart, stellte Conte klar, und in dieser steht das Endspiel gegen Sevilla im Mittelpunkt. "Wir stehen im Finale und freuen uns, noch weitere Zeit in Deutschland zu bleiben", sagte der Coach und schob direkt eine Kampfansage in Richtung der Andalusier hinterher: "Aber wir bleiben nicht hier, um Urlaub zu machen."

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(SID)

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