PSG: Das Ende des Traumduos Neymar und Kylian Mbappé steht im Sommer bevor

Souveräner Tabellenführer in der Ligue 1, zweifacher Pokalfinalist, dazu der Viertelfinal-Einzug in der Champions League. Rein sportlich gesehen könnte die Situation bei Paris Saint-Germain zum gegenwärtigen Zeitpunkt kaum besser sein. Jedoch wirft der kommende Transfersommer bereits seine Schatten voraus. Schließlich könnten mit Neymar und Kylian Mbappé zwei Superstars PSG vorzeitig verlassen.

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Nicht einmal zwei Wochen ist es her, das sich die beiden Superstars Neymar und Kylian Mbappé eng umschlungen im menschenleeren Parc de Princes auf den Weg machten, um mit ihren ausgesperrten Fans vor dem Stadion den lang ersehnten Einzug in das Champions-League-Viertelfinale zu feiern.
Doch so ausgelassen die Stimmung nach dem wegbereitenden 2:0-Heimsieg gegen Borussia Dortmund auch war: Allzu oft werden die Anhänger des amtierenden französischen Meisters jenes Bild wohl nicht mehr zu Gesicht bekommen. Schließlich wirft das kommende Transferfenster bereits seine Schatten voraus.

PSG: Ungewisse Zukunft von Neymar und Mbappé

Auf Paris Saint-Germain und Trainer Thomas Tuchel wartet wieder einmal ein richtungsweisender Sommer - mit völlig ungewissem Ausgang.
Die beiden Hauptprotagonisten: Neymar und Mbappé, deren Abgänge alles andere als ausgeschlossen sind. Das kongeniale Offensiv-Duo (35 Tore; Mbappé 20 | Neymar 15) wird seit geraumer Zeit mit der Crème de la Crème des europäischen Fußballs in Verbindung gebracht und scheint auch selbst von einer Luftveränderung nicht abgeneigt zu sein.
Neymar soll erst kürzlich seinen Rückkehrwunsch zum FC Barcelona bei den Klub-Verantwortlichen erneuert haben. Dass es den Brasilianer zu seinem Ex-Verein zieht, ist ein offenes Geheimnis. Im vergangenen Sommer scheiterte ein Transfer noch an der Liquidität der Katalanen.
Obwohl die beiden Ausnahmespieler aufgrund von Verletzungen oder Sperren in der laufenden Saison in gerade einmal 17 der 44 möglichen Pflichtspiele zusammen auf dem Rasen standen, bewiesen sie zuhauf, wie gut sie an vorderster Front harmonieren.
"Kylian ist ein Phänomen. Er hat das Potenzial, einer der besten Spieler der Geschichte zu werden", schwärmte Neymar von seinem Mannschaftskollegen und führte aus:

PSG: Mbappé-Verbleib offenbar oberste Priorität

Selbstverständlich wäre ein Abgang Neymars ein Schlag ins Kontor des französischen Meisters. Noch schlimmer wäre allerdings der Abschied von Mbappé, auf dessen Schultern nicht weniger als die Zukunftshoffnungen des gesamten Vereins ruhen.
PSG-Präsident Nasser Al-Khelaifi schob deshalb vorsichtshalber einem Wechsel seiner beiden Topstars schon mal einen Riegel vor. "Mbappé und Neymar werden bei uns bleiben, das ist nicht zu 100 Prozent, sondern zu 2000 Prozent sicher. Einige französische Medien berichten, dass wir gezwungen wären, einen der beiden zu verkaufen. Ich kann Ihnen aber versichern, dass beide bleiben werden", betonte der 46-Jährige in aller Deutlichkeit und ergänzte:
Hinter den Kulissen scheint PSG die Transfer-Prioritäten jedoch deutlich abgesteckt zu haben. Medienberichten zufolge wird der französische Meister im kommenden Sommer alles tun, um Hoffnungsträger Mbappé zu halten.
Dafür würde man demnach sogar in Kauf nehmen, dass Neymar - bis heute der teuerste Transfer in der Fußball-Geschichte (222 Millionen Euro) - den Verein vorzeitig verlässt. Sollte ein Klub die angeblich von Paris ausgerufenen 150 Millionen Euro Ablösesumme bezahlen, dürften sich die Wege wohl trennen.

PSG: Worst Case im Sommer steht bevor

Eine Garantie dafür, dass Mbappé auch im kommenden Jahr das Trikot des französischen Meisters tragen wird, wäre ein Neymar-Abgang aber noch lange nicht. Schließlich locken mit Real Madrid und dem FC Liverpool zwei Klubs von enormer Strahlkraft.
Die Zeichen verdichten sich somit mehr und mehr, dass mindestens ein Teil des Offensiv-Duos über den Sommer hinaus nicht mehr an der Seine auf Torejagd gehen wird.
In Sachen Financial Fair Play hätte der Hauptstadtklub - entgegen aller Spekulationen - auch bei einem Verbleib beider Stars zunächst wohl nichts zu befürchten, da die UEFA aufgrund der grassierenden Corona-Pandemie in nächster Zeit flexibler agieren möchte.
Im Worst Case muss Paris jedoch ihr Prunkstück, die Offensive, im kommenden Sommer komplett neu aufstellen. Neben den beiden Superstars steht Edinson Cavani bereits seit geraumer Zeit vor dem Absprung und auch Sturmkollege Mauro Icardi soll in der französischen Hauptstadt noch nicht ganz warm geworden sein.
PSG muss zusehen, dass nicht plötzlich und unerwartet das komplette Kartenhaus in sich zusammenfällt. Genug Geld, um auch im Falle zweier prominenter Abgänge eine Mannschaft von internationalem Topformat aufzubieten, ist auch weiterhin gegeben.
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