Thomas Tuchel hielt sich an die Coronaregeln. Mit einem hellblauen Mund-Nase-Schutz analysierte der enttäuschte Trainer den 0:1 (0:0)-Fehlstart des Titelverteidigers Paris St. Germain in der Ligue 1 beim Aufsteiger RC Lens und kam dabei immer wieder zu der Schlussfolgerung: Ohne seine positiv auf Corona getesteten Superstars Neymar und Kylian Mbappé geht es nicht.

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"Es war uns nicht möglich, Chancen herauszuspielen", stellte Tuchel nur 18 Tage nach dem verlorenen Champions-League-Endspiel gegen den deutschen Fußball-Rekordmeister Bayern München resigniert fest. Ohne die Kreativität und Schnelligkeit seiner Topstürmer brachte PSG die Abwehr der Gastgeber vor rund 5000 Zuschauern kaum einmal in Gefahr.

Neymar und seine Teamkollegen Mauro Icardi, Ángel di María, Leandro Paredes, Marquinhos und Torhüter Keylor Navas hatten sich bei einem Urlaub auf der Partyinsel Ibiza infiziert, Mbappé wurde bei der französischen Nationalmannschaft positiv getestet. In Lens patzte Navas-Vertreter Marcin Bulka beim Gegentor durch Ignatius Ganago (57.) schwer.

Tuchel: "Haben große Fehler gemacht"

Tuchel war bedient. "Leider haben wir heute entscheidende und einen großen Fehler gemacht", erklärte der Coach, der mit seinem Team schon am Sonntag im Heimspiel gegen den Ex-Meister Olympique Marseille wieder gefordert ist.

Weltmeister Mbappé wird weiterhin fehlen. Positiv getestete Spieler müssen sich gemäß der Bestimmungen acht Tage in Selbstisolation begeben. Bei Neymar, der am Freitag wieder trainierte, und seiner "Reisegruppe" besteht dagegen Hoffnung. Ihre Symptome wurden der Liga größtenteils vor dem 30. August gemeldet. Allerdings sind sie körperlich nicht in bester Verfassung. "Sie haben zwei Wochen nicht trainiert. Ich erwarte nicht zu viel", sagte Tuchel, der einen Einsatz aber dennoch nicht ausschließen wollte: "Vielleicht ist es notwendig."

Fünf U19-Spieler, aber kein Draxler

In Lens griff der 47-Jährige in der Startelf auf die Debütanten Arnaud Kalimuendo (18) und Kays Ruiz (18) zurück. Drei weitere U19-Spieler standen im Kader, dem Julian Draxler nicht angehörte. Zuletzt war über einen Wechsel des Nationalspielers zum FC Arsenal spekuliert worden. Dabei könnte Tuchel fittes Personal gut gebrauchen.

"Wir haben auch gesehen, dass wir nach einem intensiven Spiel nach 70, 75 Minuten müde waren", sagte Tuchel. Und nach dem Marseille-Spiel geht es mit den Begegnungen gegen den FC Metz (16. September) und bei OGC Nizza (20. September) Schlag auf Schlag.

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(SID)

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