PSG: Messi, Neymar und Mbappé noch weit weg vom Traum-Trio - darum läuft es nicht bei MNM

Lionel Messi, Kylian Mbappé und Neymar Jr. spielen seit dieser Saison zusammen in der Offensive von Paris Saint-Germain. Ein Dreigestirn, vor dem ganz Europa kurz nach Bekanntwerden den Messi-Transfers zitterte. Knapp zwei Monate später ist die Schockstarre der Konkurrenz aber längst passé. Denn von einem Traum-Trio ist "MNM" noch weit entfernt.

Neymar, Kylian Mbappé und Lionel Messi (von links) - Paris Saint-Germain

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Rein statistisch gesehen kann man durchaus enttäuscht sein.
Der Supersturm von PSG, der mit Lionel Messi, Neymar Jr. und Kylian Mbappé drei der begnadetsten Stürmer der Welt in sich vereint, kommt in der französischen Liga bislang "nur" auf sechs Treffer.
Führt man sich vor Augen, dass fünf der Tore auf das Konto von Mbappé gehen, muss man sich schon fragen, was eigentlich los ist beim auf dem Papier so furchteinflößenden Traum-Trio.
Klar: Gut Ding will Weile haben, heißt es. Aber Geduld ist ein großes Wort bei Gehältern weit über Normal Null.
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Neymar - Paris Saint-Germain

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Neymar komplett außer Form

Zunächst einmal gilt es festzuhalten: So wirklich viel "MNM" gab es noch gar nicht in dieser Saison. In der Ligue 1 standen alle drei Superstars bisher in vier Spielen auf dem Rasen, in der Champions League in den ersten beiden Gruppenspielen. Im jüngsten Duell gegen RB Leipzig (3:2) fehlte Neymar mit Adduktorenbeschwerden.
Dennoch kann Stand jetzt festgehalten werden: Es ist noch ordentlich Sand im Getriebe - besonders beim brasilianischen Teil des Dreigestirns.
Ein einziger Saisontreffer gelang dem 29-Jährigen, der gleich die ersten drei Ligaspiele wegen Trainingsrückstand nach einer Verletzung verpasste, bislang in allen Wettbewerben - ein Elfmeter zum zwischenzeitlichen 1:1 beim 2:1-Sieg gegen Olympique Lyon.
"Neymar ist komplett außer Form", berichtet auch Fußball-Experte Cyril Morin von Eurosport Frankreich in Paris. "Er hat nicht dieselbe Geschwindigkeit, nicht die gewohnte Magie aus der Vergangenheit", schildert er.
In den letzten Spielen bekam er so Schwierigkeiten, kreierte weniger gefährliche Offensivaktionen und tauchte ab.
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Lionel Messi (l.) und PSG-Trainer Mauricio Pochettino

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Messi: Probleme mit der Position

Von Abtauchen kann man im Fall Messi nicht sprechen. In der Champions League entschied er zuletzt gegen RB Leipzig das Spiel, erzielte die Treffer zum 2:2 und 3:2. Dennoch stößt die Art und Weise, wie Trainer Mauricio Pochettino den fünfmaligen Weltfußballer einsetzt, in Frankreich auf Unverständnis.
"Hier versteht niemand so wirklich seine Position", berichtet Morin. Im Ligaspiel bei Olympique Marseille (0:0) wurde er auf rechten Flügel eingesetzt - und hielt die Position über die gesamte Spielzeit stoisch. Seine Klasse kommt so aber nicht vollends zum Tragen, denn als klassischer Außenspieler ist Messi im fortgeschrittenen Fußballeralter (34 Jahre) längst nicht mehr schnell genug.
Zur Erinnerung: In Barcelona hatte La Pulga in der Offensive alle Freiheiten, tauchte immer wieder im Zentrum auf und konnte dort seine Qualitäten im Dribbling auf engstem Raum gewinnbringend einsetzen. "Jedes Mal, wenn er in die Mitte zieht, sorgt er für Gefahr", sagt auch PSG-Experte Morin.
Messi befindet sich augenscheinlich immer noch in der Anpassungsphase. Sein Spiel hat noch nicht die Selbstverständlichkeit, die es über Jahre hinweg in Barcelona hatte - was durchaus nachvollziehbar ist.
Der Argentinier zeigte zudem schon erste Ansätze und ließ seine Genialität aufblitzen. Das Formtief Neymars treffe PSG derzeit deutlich härter als der noch nicht vollends angekommene Messi, sagt Morin.
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Neymar, Kylian Mbappé, Lionel Messi und Ángel Di María (von links) - Paris Saint-Germain

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Big three? Big four!

Die einzig funktionierende Konstante im Sturm der Weltauswahl ist derzeit Mbappé. Der 22-Jährige liefert in gewohnter Manier ab, ist der klare Anführer der Sturmreihe. Der französische Nationalspieler ist entscheidungsfreudig und wirkungsvoll, scort in Liga (5 Tore, 4 Assists) und Champions League (1 Tor, 4 Assists). 14 Torbeteiligungen in 14 Pflichtspielen - durchaus elitär.
Umso bitterer, dass der 22-Jährige mindestens für das Topspiel in der Liga gegen Meister OSC Lille (21:00 Uhr im Liveticker) aufgrund einer HNO-Infektion ausfallen wird.
Es ist die Symbiose aus allen Dreien, die noch nicht zur vollsten Zufriedenheit funktioniert. Allen Dreien? "Tatsächlich wird einer oft vergessen: Ángel Di María", wirft Morin in den Raum.
"Pochettino versucht, alle vier zusammen auf dem Platz zu haben. Drei Mal hat er das auch schon gemacht (gegen Lyon, Rennes und Marseille), jedoch ohne durchschlagenden Erfolg. Er kümmert sich aber sehr um Di María, einzig die Balance muss stimmen."
Doch genau diese Balance haben sie bei PSG noch nicht gefunden. Wenn das aber passiert, dann dürften sich die Befürchtungen der Konkurrenz schon bald bewahrheiten.
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Neymar macht klar: "Messi ist ein Genie und mein Freund"

Quelle: Perform

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