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Jadon Sancho und Kai Havertz: Manchester United und FC Chelsea machen ernst
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Publiziert 27/07/2020 um 01:28 GMT+2 Uhr
Nach einem harten Dreikampf mit Leicester City haben Manchester United und der FC Chelsea die Champions League für die kommende Spielzeit gebucht. Das zieht einen warmen Millionen-Regen für die Red Devils und die Blues nach sich, die damit auf Einkaufstour gehen können. Besonders Jadon Sancho und Kai Havertz stehen bei den englischen Spitzenklubs im Fokus.
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Die gesamte Mannschaft jubelte lautstark an der Eckfahne. Mittendrin: Bruno Fernandes.
Der portugiesische Zauberfuß brachte Manchester United im direkten Duell mit Leicester City um die Königsklasse auf die Siegerstraße. Fernandes verwandelte einen Strafstoß im King Power Stadium zum 1:0 (71.). Am Ende buchte ManUnited mit einem 2:0-Sieg das Ticket für die Champions League.
"Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ein Winterneuzugang in der Premier League mal so eingeschlagen und den Unterschied ausgemacht hat", sagte "Sky"-Experte René Adler über Fernandes, der im Januar von Sporting Lissabon zu den Red Devils gewechselt war und in 14 Partien acht Tore und sieben Vorlagen verbuchen konnte.
Ein entscheidender Schritt zurück in Richtung europäische Spitze für den 20-maligen englischen Meister. Weitere könnten im Sommer folgen.
Champions League: Manchester United bekommt Millionenbetrag
Denn durch die Qualifikation für die Gruppenphase der Champions League kassiert United eine Startprämie von mehr als 15 Millionen Euro. Hinzu kommt die Aussicht auf Millionenbeträge für jeden Sieg und jedes Unentschieden in der Königsklasse.
In den vergangenen Jahren hat die UEFA weit mehr als eine Milliarde Euro an die teilnehmenden Vereine der Champions League ausgeschüttet. Der FC Liverpool nahm beispielsweise nur durch Prämien in der Titelsaison 2018/19 über 111 Millionen Euro ein. Hinzu kommen weitere Geldzuflüsse durch Werbung, Sponsoring sowie Ticketverkäufe.
Mit diesen Millionen kann Manchester United nun auf dem Transfermarkt einen Großangriff starten. Im Zentrum der Begierde steht dabei dem Vernehmen nach Dortmunds Jadon Sancho.
Manchester United jagt Jadon Sancho
Die Gerüchte um einen Wechsel von Sancho vom BVB zu den Red Devils halten sich seit Monaten. Offenbar kann sich auch der 20-jährige Offensivstar einen Wechsel zurück auf die Insel vorstellen.
"Ich glaube ManUnited ist ein attraktiver Klub für jeden jungen ambitionierten Spieler da draußen", sagte United-Trainer Ole Gunnar Solksjaer bereits vor einigen Wochen vielsagend. Nach der Champions-League-Qualifikation legte der Norweger nach und schickte eine klare Botschaft in Richtung United-Boss Ed Woodward.
"Der Klub weiß, was wir meiner Meinung nach brauchen, und wir werden versuchen, es zu verfolgen", meinte Solksjaer und fügte hinzu: "Wir müssen uns auf jeden Fall verstärken, denn jede Woche, wenn wir Champions League haben, muss man seine beste Mannschaft haben."
Ohne die Qualifikation für die Königsklasse hätten die Red Devils wohl schlechte Karten auf die Verpflichtung des aufstrebenden Stars gehabt. Mit der Qualifikation und den Champions-League-Millionen sind sie einem Sancho-Transfer deutlich nähergekommen.
Für Sancho: ManUnited möchte gleich fünf Spieler loswerden
BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke stellte allerdings bei "Sport1" zuletzt klar: "Es gibt keinen Corona-Rabatt. Wir sind nicht mehr in der Situation, in der wir Spieler verkaufen müssen." Die Borussia fordert um die 100 Millionen Euro Ablöse für den englischen Nationalspieler.
Wie der "Mirror" berichtet, sollen daher zusätzlich fünf Spieler verkauft werden. Darunter Alexis Sánchez sowie Jesse Lingard.
Als Plan B haben die Red Devils laut "The Athletic" den Ex-Dortmunder Ousmane Dembélé vom FC Barcelona im Visier. Auch die Bayern-Spieler Kingsley Coman sowie Ivan Perisic sollen auf dem Radar stehen. Ganz oben auf der Kaufliste steht aber weiterhin Sancho.
Zudem hat United wohl auch ein Auge auf Torwart Jan Oblak von Atlético Madrid geworfen. Der Slowene, der eine Ausstiegsklausel von 120 Millionen Euro besitzt, könnte David de Gea ersetzen. Der Spanier zeigte zuletzt durchwachsene Leistungen in der Saison, patzte ungewohnt häufig und stand zuletzt in der Kritik.
FC Chelsea: Kai Havertz soll kommen
Auch der FC Chelsea hat sich durch einen 2:0-Sieg gegen die Wolverhampton Wanderers für die Champions League qualifiziert. Sehr zur Freude von Timo Werner.
Der deutsche Nationalspieler und Neuzugang der Blues verweilte während der entscheidenden Partie zum ersten Mal live im Stadion. Werner soll allerdings nicht der einzige deutsche Import aus der Bundesliga bleiben.
Denn durch die Gewissheit, auch ab Ende Oktober wieder im wichtigsten Vereinswettbewerb auf europäischer Bühne dabei zu sein, kann Chelsea die Verpflichtung von Kai Havertz nun finalisieren. Laut einem Bericht von "The Athletic" hat sich der Leverkusener bereits für einen Wechsel zu den Blues entschieden.
Durch die Champions-League-Qualifikation steht den Londonern nun auch das nötige Kleingeld zur Verfügung. Mit dem Transfer von Pedro (AS Rom) sowie dem bevorstehenden Abgang von Willian werden zudem Positionen im Offensivbereich frei. Ein weiteres Zeichen für einen Havertz-Transfer.
Chelsea soll sich bereits mit Havertz einig sein
Wegen der Verpflichtung von Minderjährigen wurde Chelsea für den Sommer 2019 eine Transfersperre auferlegt. So musste Trainer Frank Lampard mit dem Spielerpersonal von Vorgänger Maurizio Sarri vorliebnehmen. Nun kann er den Kader nach seinen eigenen Vorstellungen umgestalten.
"Dieses Jahr hatten wir die Transfersperre und viel Arbeit vor uns. Dazu hatten wir einige jüngere Spieler, die ins Team gedrängt haben. Wir haben diesen Spielern die Chancen gegeben und wir haben sehr hart gearbeitet", meinte Lampard.
Im Sommer ist die Sperre abgelaufen, Chelsea plant einen Großangriff und möchte den Kader punktuell verstärken. Mit Hakim Ziyech wurde bereits frühzeitig ein Top-Transfer bekanntgegeben. Der Marokkaner kam für 40 Millionen Euro aus Amsterdam.
Havertz soll nun folgen. Laut "ESPN" möchten die Londoner der Werkself ein Angebot von rund 80 Millionen Euro unterbreiten. Mit dem Spieler soll sich Chelsea bereits einig sein, ein Fünfjahresvertrag steht im Raum.
Chelsea sucht nach Verstärkungen in der Defensive
Für die Blues gilt es zudem, eine weitere Baustelle zu schließen. Mit 54 Gegentoren hat das Lampard-Team genauso viele kassiert, wie der Tabellen-15. Brighton and Hove Albion. Daher ist der Bedarf nach Verstärkungen in der Defensive groß.
Auf dem Zettel steht vor allem ein Linksverteidiger. Ben Chilwell (Leicester) und Nicolás Tagliafico (Ajax) werden gehandelt. Zudem berichtet die "AS", dass Chelsea Getafes Marc Cucurella bereits ein Angebot gemacht hat. Auch West Hams Declan Rice, der in der defensiven Zentrale zuhause ist, ist ein Kandidat.
Wie ManUnited denkt auch Chelsea zudem über eine Veränderung auf der Torhüterposition nach. Kepa Arrizabalaga, der 2018 mit großen Vorschusslorbeeren aus Bilbao gekommen war, konnte nie überzeugen. Im Fokus von Lampard steht deshalb Nick Pope. Der englische Nationaltorhüter vom FC Burnley zeigt seit Jahren konstant gute Leistungen.
Als Alternativen gelten Sheffields Dean Henderson, Amsterdams André Onana sowie Oblak.
Die Millionen für den Großangriff sind nun sowohl bei Chelsea als auch bei United auf jeden Fall vorhanden.
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