Cristiano Ronaldo - Zwischen dem Superstar und Manchester United knirscht es: Abgang nach nur einem Jahr?

Cristiano Ronaldo hat mit seinem wütenden Abgang nach der Auswechslung gegen den FC Brentford für Schlagzeilen gesorgt. Nicht die erste Aufregerszene rund um den Portugiesen seit dessen Rückkehr zu Manchester United im Sommer. Es knirscht zwischen dem Superstar und seinem Herzensklub. Vorgestellt hatte sich Ronaldo etwas anderes. Droht der Beziehung bereits nach einem Jahr wieder das Aus?

Cristiano Ronaldo

Fotocredit: Getty Images

Ralf Rangnick ist ein Trainer, der vor unpopulären Entscheidungen nicht zurückschreckt. Daraus machte er in Hoffenheim, auf Schalke und in Leipzig keinen Hehl - und das beweist er auch als Interimstrainer von Manchester United.
Cristiano Ronaldo bekam das im Auswärtsspiel am Mittwochabend in Brentford zu spüren. Beim Stand von 2:0 für die Red Devils (Endstand 3:1) nahm der Deutsche den Superstar in der 71. Minute vorzeitig vom Platz. Eine reine Vorsichtsmaßnahme, wie Rangnick später erklärte. Immerhin hatte der Portugiese aufgrund von Problemen im Hüftbeuger anderthalb Wochen nicht trainiert und Rangnick wollte mit Verteidiger Harry Maguire die Führung absichern, statt weiter auf Angriff zu gehen. Keine große Sache, sollte man meinen.
Doch anstatt sich kommentarlos auf die Bank zu setzen, feuerte Ronaldo seine Jacke auf den Boden und war erst nach einem klärenden Gespräch mit Rangnick auf der Bank wieder zu beruhigen.
Zwar wollte der Teammanager den Vorfall auf der anschließenden Pressekonferenz kleinreden, stellte aber auch klar: "Ich würde es wieder tun!" Zum Wohle des Teams natürlich.
Doch zu diesem Zeitpunkt war das Fass in England längst offen. Denn der Vorfall im Brentford Community Stadium war bei Weitem nicht der erste Ronaldo-Aufreger der laufenden Saison.
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Rangnick verteidigt Ronaldo-Auswechslung: "Würde es wieder tun"

Quelle: Perform

Ronaldo kritisiert Arbeitsmoral: Es knirscht gewaltig

Was als Fußball-Romanze begann, hat sich schnell zur Seifenoper entwickelt. Zwischen dem verlorenen Sohn, der vor der Saison als Retter ins Old Trafford zurückgekehrt war, und den Red Devils knirscht es nach einem halben Jahr gewaltig.
Bereits vergangene Woche hatte Ronaldo seinem Unmut über die jüngsten Leistungen des Teams Luft gemacht und dabei vor allem die Arbeitsmoral der jüngeren Spieler kritisiert:
"Die reifen, älteren Spieler können den jüngeren Spielern immer helfen", sagte der fünfmalige Weltfußballer bei "Sky Sport": "Wenn ich Ihnen einen Ratschlag gebe und sie jünger als ich sind, sollten Sie diesen beherzigen und umsetzen. Ansonsten wird es schwierig." Und weiter: "Wenn die Spieler meine Hilfe nicht wollen, sollen sie ihren Job machen und ihr bestes tun, um dem Team zu helfen."
Rangnick nahm Ronaldo in besagtem Interview zwar explizit in Schutz, doch laut übereinstimmenden Medienberichten von der Insel soll es auch zwischen dem Teammanager und seinem Starspieler schon kriseln. Der Vorfall in Brentford dürfte auf jeden Fall nicht zur Verbesserung der Lage beigetragen haben.

"Sun": Verpasst United die Champions League, will Ronaldo weg

Auf dem Platz geht Ronaldo als Toptorjäger mit wettbewerbsübergreifend 14 Treffern voran, allerdings präsentierte sich auch der 36-Jährige nicht immer als tadelloses Vorbild. Ende Dezember flüchtete er nach einem enttäuschenden 1:1 gegen Newcastle sofort in die Katakomben, anstatt sich gemeinsam mit seinen Teamkollegen bei den mitgereisten Fans zu bedanken.
Ein Verhalten, das unter anderem United-Legende Gary Neville missfiel. "Du musst da sein, wenn deine Mannschaftskameraden dich in solchen Momenten brauchen“, sagte der "Sky"-Experte: "Es ist mir egal, wie du gespielt hast. Du musst nach dem Spiel zu den Fans gehen."
Von Romantik keine Spur.
Es kommt also wenig überraschend, dass mittlerweile erste Abschiedsgerüchte um den Portugiesen die Runde machen. Laut "Sun" habe Ronaldos Berater Jorge Mendes dem Verein mitgeteilt, dass sein Klient im Sommer wieder das Weite suchen könnte, sollten die Red Devils die Qualifikation für die Champions League verpassen. Der Vertrag des Stürmers läuft noch bis 2023.

Manchester United: Ein Sieg gegen West Ham ist Pflicht

Nach 22 Spieltagen rangiert das Team von Rangnick nur auf Tabellenplatz sieben. Vor dem Befreiungsschlag bei Aufsteiger Brentford setzte es mit einem 2:2 bei Aston Villa und einer 0:1-Heimniederlage gegen die Wolverhampton Wanderers empfindliche Rückschläge.
Spielerisch bleibt Manchester bislang deutlich unter seinen Möglichkeiten. Das war trotz des Sieges auch in Brentford nicht zu übersehen.
Deren Teammanager Thomas Frank legte nach Abpfiff den Finger in die Wunde: "Wir sind der kleinste Klub der Premier League, Manchester United ist der größte. Wir haben sie in der ersten Halbzeit zerstört, sie hatten überhaupt keinen Zugriff", sagte der 48-Jährige bei "BT Sport": "Es ist ein Wunder, dass sie nicht 0:2 zurückliegen."
Am Samstag treffen die Red Devils zuhause im direkten Duell auf West Ham United, das in der Tabelle mit zwei Punkten Vorsprung den vierten Rang und damit einen der begehrten Champions-League-Plätze belegt.
Ein Sieg ist Pflicht, will man im Rennen um die Königsklasse weiter mitmischen. Gelingt das nicht, droht auch dem Liebes-Comeback zwischen Ronaldo und Manchester United bereits nach einem Jahr wieder das Aus.
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Tuchel erklärt mageres Remis in Brighton: "Willkommen in der Realität"

Quelle: Eurosport

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