FC Liverpool: Jürgen Klopps Transferpolitik scheidet die Geister - mit Sparkurs zum Titel?

Der FC Liverpool hat mit dem 3:0 bei Norwich City den erhofften Traumstart in die Saison hingelegt und damit erst einmal für Ruhe gesorgt. Dabei gibt es durchaus Verwunderung darüber, dass der Klub auf dem Transfermarkt so defensiv agiert. Einzig Innenverteidiger Ibrahima Konaté von RB Leipzig wurde bis dato verpflichtet. Klopp und die Führungsetage verweisen jedoch auf die jüngsten Erfolge.

FC Liverpool: Teammanager Jürgen Klopp

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Für die großen Premier-League-Schlagzeilen in den vergangenen Wochen sorgten Manchester City und der FC Chelsea. Die Citizens gaben 117,5 Millionen Euro für Jack Grealish von Aston Villa aus, die Blues überwiesen 115 Millionen Euro für Romelu Lukaku nach Mailand.
Und Liverpool?
Um die Mannschaft Jürgen Klopp war es zuletzt verhältnismäßig ruhig und es war der Teammanager selbst, der rund um den Auftaktsieg in der Premier League (3:0 bei Aufsteiger Norwich City) für Aufsehen sorgte. "Diese Klubs haben offensichtlich keine Grenzen", stichelte Klopp in Richtung Manchester und London.
Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. "Wenn andere nicht mit unseren Ausgaben einverstanden sind, können sie vor Gericht ziehen", empfahl City-Coach Pep Guardiola sarkastisch.

Wann unterschreibt Henderson?

Dazu wird es natürlich nicht kommen, zumal Klopp und die Liverpooler Klubführung eigene Personalplanungen vorantreiben wollen.
Zunächst soll die Vertragsverlängerung mit Kapitän Jordan Henderson unter Dach und Fach gebracht werden. Der 31-Jährige, einer der großen Helden des Champions-League-Triumphs von 2019, wurde immer wieder mit einem Abgang in Verbindung gebracht, was Befürchtungen nährte, der Mittelfeldspieler könne wie Georginio Wijnaldum (ablösefrei zu PSG) das Weite suchen.
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Jordan Henderson

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"The Athletic" berichtete nun, dass Henderson kurz davor stehe, bei Liverpool bis 2024 zu unterschreiben, inklusive der Option auf ein weiteres Jahr. Noch ist der Deal aber nicht offiziell.
Mit Schlussmann Alisson Becker, Außenverteidiger Trent Alexander-Arnold und Mittelfeld-Sensor Fabinho kann Klopp dagegen langfristig rechnen. Das Trio verlängerte vor kurzem an der Anfield Road. Alexander-Arnold steht bis 2025 unter Vertrag, Fabinho bis 2026, Alisson soll sich Medienberichten zufolge sogar bis 2027 an den Klub gebunden haben.
Er habe darüber nicht lange nachdenken müssen, sagte Alisson: "Wir haben in den vergangenen drei Jahren eine gemeinsame Basis aufgebaut."

Keine Liverpool-Transfers mehr? Sogar Guardiola wundert sich

Die große Frage wird sein, ob dieses Basis reicht, um an die großen Erfolge anzuknüpfen. 2019 gewann die Klopp-Elf die Champions League, die FIFA Klub-WM und den UEFA Supercup. Im Jahr darauf folgte die erste Meisterschaft nach 30 Jahren. In der vergangenen Saison blieb Liverpool dagegen titellos.
Die aktuelle Zurückhaltung auf dem Transfermarkt ist vor diesem Hintergrund erstaunlich. "Wenn sie nicht mehr ausgeben wollen, dann vielleicht, weil sie glauben, dass sie es nicht brauchen - oder weil die Eigentümer es nicht wollen", wunderte sich auch Guardiola.
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Pep Guardiola (Manchester City)

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Gerade im Mittelfeld würde den Reds eine Verstärkung gut zu Gesicht stehen, entsprechend wild schießen die Gerüchte ins Kraut. Von Paul Pogba (Manchester United) über Harvey Barnes (Leicester City), Renato Sanches (OSC Lile), Franck Kessié (AC Mailand) bis hin zu Nicolò Barella (Inter Mailand) reichen die Spekulationen.

Klopp verteidigt Kurs: "Das sollten wir noch einmal versuchen"

Klopp wiederum verteidigte, angesprochen auf Neuzugänge, den Sparkurs der Roten.
Man müsse sich innerhalb finanzieller Rahmenbedingungen bewegen und "wir waren angesichts dieser Grenzen in den vergangenen zwei Jahren ziemlich erfolgreich. Das sollten wir noch einmal versuchen und nicht die Ausrede benutzen, dass wir diesen oder jenen Spieler nicht unter Vertrag genommen haben, wenn wir ein Spiel verlieren", so der 54-Jährige.
Gut möglich also, dass Konaté erst einmal der einzige Neue in Anfield bleibt. So lange Klopp und die Seinen Erfolg haben, am Samstag geht es in der Liga zuhause gegen Burnley, fragt ohnehin niemand nach neuen Kräften. Aber spätestens mit der ersten Ergebniskrise wird die Debatte wieder aufflammen.
Dann gehören die Schlagzeilen auch wieder dem FC Liverpool.
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Quelle: Perform

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