"Ich habe die Entscheidung getroffen, um die Vorbereitung auf das Match nicht zu gefährden. Deshalb ist er draußen", erklärte der Deutsche. Persönliche Gründe habe diese Entscheidung nicht gehabt, wie Tuchel versicherte: "Ich fühle mich nicht persönlich durch ein Interview angegriffen. Dafür bin ich zu lange Trainer auf diesem Niveau."
Tuchel erklärte, zweimal mit Lukaku gesprochen zu haben. Auch mit den Führungsspielern der Blues hatte sich der Ex-Dortmund-Trainer ausgetauscht, bevor er den Belgier aus dem Kader verbannte. "Das Thema war groß in der Kabine", eröffnete Tuchel nach dem 2:2 (2:2) gegen Liverpool.
"Daraufhin habe ich meine Führungsspieler gefragt, wie die Stimmung ist. Ich habe gemerkt, dass es ein großes Thema und aus meiner Sicht besser ist, jetzt eine Entscheidung zu treffen. Deshalb habe ich dann entschieden", so der Chelsea-Coach.
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"Wir brauchen den vollen Fokus auf das Spiel", hatte Tuchel vor dem Anpfiff erläutert. "Das ist schon ohne diese Entscheidung schwierig. Aber meiner Meinung nach ist es einfacher, wenn er nicht dabei ist", sagte der 48-Jährige, der nach dem Spiel ausführte: "Am Freitag dachten wir noch: Das kriegen wir hin. Am Samstag kamen neue Zitate. Dann wurde das Thema so groß, dass es massiv gestört hat in der Vorbereitung auf das Spiel."

Chelsea will am Montag über Fall Lukaku beraten

Natürlich sei es eine "schwierige Entscheidung gewesen", erklärte der 48-Jährige weiter: "Aber in meinen Augen war es die einzig richtige."
Wie es mit Lukaku in Zukunft bei den Blues weitergehen wird, ließ Tuchel offen. Allerdings kündigte der einstige BVB-Coach an, dass man am Montag mit dem Verein über die weiteren Schritte beraten würde.
An Silvester hatte Lukaku in einem Interview mit "Sky Sport Italia" gesagt, dass er bei Chelsea und unter Trainer Tuchel "nicht glücklich" sei. Er fügte an, dass er "wirklich hoffe", wieder für sein Ex-Team Inter Mailand spielen zu können.
Dabei war Lukaku erst im vergangenen Sommer als teuerster Transfer der Vereinsgeschichte für 115 Millionen Euro aus Italien nach London gewechselt und dort Teamkollege der deutschen Nationalspieler Kai Havertz, Timo Werner und Antonio Rüdiger geworden.
Bei Chelsea läuft es für den 28-Jährigen noch nicht rund, in den vergangenen beiden Spielen traf er jedoch.
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(mit SID)

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