Nations League: Spanien gegen Frankreich - Busquets, Azpilicueta und Co. toben wegen Mbappés Siegtreffer
Frankreich hat zum ersten Mal die Nations League gewonnen. Der Weltmeister setzte sich im Finale in Mailand 2:1 (0:0) gegen Spanien durch. Allerdings sorgte Frankreichs Siegtreffer durch Kylian Mbappé (80.), der sich vor seinem Tor in abseitsverdächtiger Position befand, für Diskussionen. Die Iberer um Barça-Star Sergio Busquets kritisierten Schiedsrichter Anthony Taylor im Anschluss harsch.
Cesar Azpilicueta (Spanien, links) im Gespräch mit Schiedsrichter Anthony Taylor - Nations League
Fotocredit: Getty Images
Beim Stand von 1:1 im Endspiel setzte Theo Hernández, Bruder von Bayern-Star Lucas Hernández, Teamkollege Kylian Mbappé mit einem überlegten Steilpass in Szene. Der Superstar von Paris Saint-Germain ließ sich frei vor Spaniens Keeper Unai Simón nicht zweimal bitten und netzte zum vielumjubelten 2:1-Siegtreffer ein (80.).
Die Proteste der Iberer ließen jedoch nicht lange auf sich warten. Nach Ansicht der Spanier soll Mbappé beim Zuspiel von Hernández knapp im Abseits gestanden haben. Auch die TV-Bilder ließen eine knappe Abseitsposition des 22-Jährigen erahnen.
Da Spaniens Innenverteidiger Eric García beim Versuch Hernández' Pass abzugrätschen, den Ball jedoch noch leicht touchierte, wie in der Zeitlupe zu erkennen war, entschied der englische Schiedsrichter Anthony Taylor nach Überprüfung durch Video Assistant Referee Stuart Attwell auf Tor.
Eine Entscheidung, die beim Team von Trainer Luis Enrique nur wenig Anklang fand. "Der Schiedsrichter sagte uns, dass Eric García den Ball noch spielen wollte, das hat die Abseitsstellung aufgehoben. García wollte den Ball spielen, weil er sonst Mbappé erreicht hätte - der im Abseits stand. Die Entscheidung macht keinen Sinn", schimpfte Kapitän Sergio Busquets.
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Kylian Mbappé (Frankreich) erzielt den 2:1-Siegtreffer für Frankreich gegen Spanien aus vermeintlich abseitsverdächtiger Position
Fotocredit: Getty Images
Azpilicueta übt scharfe Kritik
Auch "Übeltäter" García zeigte sich im Anschluss fassungslos über die Entscheidung des Referees: "Mbappé steht im Abseits. Der Schiedsrichter sagt mir, dass ich versucht habe, den Ball zu spielen. Was sollte ich tun? Zur Seite treten und ihn laufen lassen? Offenbar ist das die Regel."
Chelsea-Star César Azpilicueta ging ebenfalls hart mit Taylor und dessen Gespann ins Gericht. "Der Schiedsrichter ist da, um Entscheidungen zu treffen. Was mich allerdings enttäuscht, ist die Tatsache, dass der Schiedsrichter, der die Entscheidung trifft, nicht Herr Anthony Taylor ist, sondern derjenige, der Video Assistant Referee ist. Ich denke, der Monitor ist dazu da, ihn zu benutzen", begann der seine Schimpftirade bei "Sky Sports" und führte aus:
"Bei jedem Treffen mit den Schiedsrichtern sagen wir dasselbe und ich weiß nicht, warum er nicht zum Monitor gegangen ist und sich selbst davon überzeugt hat, ob es eine bewusste Aktion war oder nicht."
Hamann poltert: "Sollten uns Gedanken machen, wohin das führt"
Zustimmung bekamen die Iberer von "Sky"-Experte Dietmar Hamann. "Wenn diese Berührung von García bedeutet, dass Mbappé nicht im Abseits ist, dann sollten wir uns ernsthaft Gedanken machen, wohin das noch führt", polterte der ehemalige Bayern-Profi bei Twitter.
Weltmeister Frankreich war dies letztlich jedoch egal. "Es ist das Ergebnis, das zählt. Wenn du am Ende den Pokal gewonnen hast, ist alles gut", konstatierte Frankreichs Mittelfeld-Star Paul Pogba im Anschluss.
Fußballfans hierzulande dürften sich dabei an das DFB-Pokal-Achtelfinale zwischen Borussia Dortmund und dem SC Paderborn (3:2 nach Verlängerung) aus dem Februar diesen Jahres zurückerinnert haben. Auch damals sorgte eine leichte Berührung von Paderborns Svante Ingelsson dafür, dass die nachfolgende Abseitsposition von Erling Haaland aufgehoben wurde und der Siegtreffer des BVB-Stürmers letztlich Anerkennung fand.
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Gnabry verteidigt Werner: "Stehen hinter Timo"
Quelle: Eurosport
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