WM 2022 in Katar - Holger Badstuber exklusiv: Darum tut sich der Bayern-Block in der Nationalmannschaft noch schwer

Deutschland hat bei der WM 2022 in Katar den Start verschlafen, so viel steht nach dem 1:2 gegen Japan und dem 1:1 gegen Spanien fest. Überraschenderweise entpuppte es sich bislang nicht als Vorteil, dass Bundestrainer Hansi Flick auf einen breiten Bayern-Block aus sieben Nationalspielern bauen kann. Der einstige FC-Bayern-Profi Holger Badstuber erklärt exklusiv bei Eurosport.de, woran das liegt.

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Quelle: Perform

Was soll schon schiefgehen mit einem massiven Bayern-Block im Team?
Die Stars des deutschen Rekordmeisters sind auf höchstem Niveau eingespielt, kennen Drucksituationen in wichtigen Spielen aus dem Effeff. Das "Mia san Mia" der Bayern wird auch die Nationalelf beflügeln. So dachten viele vor Beginn der WM-Endrunde. Nach zwei Partien aber herrscht Ernüchterung: Tabellenletzter in der Gruppe E, kein Sieg und nur zwei Tore.
"Das ist ein ganz anderes Spiel in der Nationalmannschaft", betont Holger Badstuber im Gespräch mit Eurosport-Redakteur Tom Louis Müller. "Manuel Neuer steht im Tor und in der Viererkette davor findet sich eben kein Bayern-Profi", so der 33-Jährige. Das führe dazu, dass "andere Bälle mit anderen Gedanken" aus der Defensive kämen, an die sich weiter vorne Joshua Kimmich, Leon Goretzka oder Jamal Musiala erst gewöhnen müssten.
"Das Spiel von der ersten in die zweite Linie ist noch nicht so automatisiert", sagt Badstuber, der 31 Mal für Deutschland auflief und mit dem FC Bayern 2013 die Champions League gewann. Da helfe nur eines: "Tägliches arbeiten und miteinander reden, jeder muss da offen sein." Hinzu kam, dass Thomas Müller und Serge Gnabry ihr Potenzial bei der Weltmeisterschaft noch nicht entfalten konnten und bislang blass blieben.
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Bundestrainer Hansi Flick aber setzt auf die Bayern. Beim 1:2 gegen Japan beorderte er fünf Münchner in die Startelf, beim 1:1 gegen Spanien waren es sechs - beim Gruppenfinale gegen Costa Rica (Donnerstag ab 20:00 Uhr im Liveticker bei Eurosport.de) könnten es gar sieben sein.
Der Grund: Leroy Sané, der das Auftaktspiel aufgrund von Knieproblemen verpasste und gegen Spanien eingewechselt wurde, ist wieder fit. "Ich denke schon, dass ich wieder von Anfang an spielen kann", betonte der 26-Jährige gegenüber "sport1.de".

Badstuber: Darum muss Sané von Beginn an spielen

Geht es nach Badstuber, dann ist Sané gesetzt. "Wir brauchen jetzt Abschlüsse, deshalb gehe ich davon aus, dass er spielen wird. Leroy hat Finesse, Tempo, kann den vorletzten Ball spielen und selbst abschließen. Von daher wäre es gut, wenn er von Beginn an dabei wäre."
Schon nach seiner Einwechslung gegen Spanien habe der Flügelspieler vollauf überzeugt und unter anderem mit seinen Steckpässen für Gefahr gesorgt, unterstreicht Badstuber. "Er hat eine Abschlussstärke, die die anderen noch nicht in dem Maße gezeigt haben."
Nimmt man die Leistungssteigerung der deutschen Mannschaft gegen Spanien und die Personalie Sané zusammen, besteht also durchaus Hoffnung, dass der Bayern-Block sich in Katar noch zum Erfolgsmodell entwickelt.
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Quelle: MagentaTV

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