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Drama um Annika Schleu im Modernen Fünfkampf: Weltverband will an Reiten als Disziplin festhalten
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Publiziert 09/08/2021 um 11:34 GMT+2 Uhr
Der internationale Verband des Modernen Fünfkampfs (UIPM) will trotz des Dramas um die deutsche Athletin Annika Schleu am Reiten als Disziplin festhalten. Das gab der Verband in einem Statement bekannt. Reiten sei ein integraler Bestandteil des Modernen Fünfkampfs heißt es darin. Nach dem Vorfall um Schleu gab es von vielen Seiten Forderungen, den Reit-Wettbewerb zu verändern oder abzuschaffen.
Annika Schleu auf Saint Boy - Tokyo 2020
Fotocredit: Getty Images
Der Moderne Fünfkampf wird nicht modernisiert. Auch nach dem Reit-Drama um Annika Schleu erwägt der internationale Verband des Modernen Fünfkampfes (UIPM) keine Anpassung der Sportart.
Dabei hatten Fans, Funktionäre und auch Sportler wie Reit-Olympiasiegerin Isabell Werth eine Anpassung oder gar Abschaffung des Reitens als Teil des Modernen Fünfkampfes gefordert. Auch der deutsche Verband sah "dringenden Handlungsbedarf".
"Reiten ist ein integraler Bestandteil des Modernen Fünfkampfs, wie er von Baron Pierre de Coubertin eingeführt wurde, um die ultimative Prüfung der moralischen und physischen Qualitäten zu schaffen", teilte der Weltverband indes mit und berief sich damit auf den Begründer der olympischen Spiele der Neuzeit, der auch Initiator des Modernen Fünfkampfes war.
"Die Fähigkeit, ein Pferd in einer Wettbewerbs-Situation zu kontrollieren, ist Teil des Fünfkampf-Anforderungsprofils - die olympischen Champions müssen beweisen, dass sie auf einem hohen Level schwimmen, fechten, reiten, schießen und laufen können müssen, um sich die Goldmedaille zu verdienen", heißt es in dem Statement weiter: "Die Unvorhersehbarkeit der Athleten, mit unbekannten Pferden zu reiten und nur 20 Minuten Zeit für die Vorbereitung zu haben, ist ein Teil des dramatischen Spektakels, das den Modernen Fünfkampf einzigartig und ansprechend macht."
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Quelle: Eurosport
Fünfkampf-Präsident gibt Schleu die Schuld
Zuvor hatte bereits der UIPM-Präsident Klaus Schormann die Kritik zurückgewiesen und Schleu die Schuld an den Vorfällen gegeben. "Es gibt keine Grundlage für die Sportler, sich zu beschweren", erklärte der 75-Jährige auf der UIPM-Homepage.
Gleichzeitig ließ der Verband aber auch verlauten, den Reitwettbewerb in Tokio einer umfassenden Analyse zu unterziehen.
Als erste Maßnahme sei Schleus Trainerin Kim Raisner für ihr Verhalten bereits suspendiert worden.
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Kongress über Anpassung des Reit-Wettbewerbs geplant
Die UIPM habe sich zudem eine Überarbeitung der Reit-Disziplin auf die Agenda geschrieben, die ab 2022 und bei den kommenden olympischen Spielen 2024 in Paris in Kraft treten soll.
Dabei werde man auch insbesondere auf das Wohl der Pferde und der Athleten und Athletinnen achten.
In einem Kongress im November dieses Jahres soll darüber beraten werden, wie die Zukunft des Reitens im Modernen Fünfkampf gesichert werden könne.
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