Tagesdritter wurde mit 15 Sekunden Rückstand der Italiener Elia Viviani (Ineos Grenadiers), der die erste Verfolgergruppe ins Ziel führte.
Entschieden wurde das Rennen letztlich durch einen schweren Sturz auf den letzten vier Kilometern, der das Feld in mehrere Teile zerriss. Der bisherige Spitzenreiter Mads Pedersen (Trek - Segafredo) war einer der Leidtragenden und kam mit einer abgehängten Gruppe genau fünf Minuten nach Kooij ins Ziel. Dadurch fiel er im Gesamtklassement noch weit zurück.
"Als wir die Ausreißer eingeholt hatten, sah es aus, als wären wir auf dem Weg zu einem Massensprint. Das kam wegen dieses großen Sturzes anders. Nicht die schönste Art zu gewinnen, aber manchmal braucht man etwas Glück“, kommentierte Kooij den bereits sechsten Sieg seiner Karriere.
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Kooij sicherte sich dagegen den ersten Rundfahrtsieg seiner Karriere mit acht Sekunden Vorsprung auf den Franzosen Benoit Cosnefroy (AG2R Citroën Team), der sich vom dritten auf den zweiten Platz verbesserte. Das Schlusspodium komplettierte Meurisse (+0:14), der sogar neun Positionen gut machte.

Kooij gewinnt auch Nachwuchswertung

Der 26-jährige Pedersen, der wie der Gesamtsieger zwei Etappen gewann, konnte sich mit dem Trikot des punktbesten Fahrers trösten. Kooij sicherte sich auch die Nachwuchswertung, der Franzose Mael Guegan (U Nantes Atlantique) gewann das Bergtrikot.
Aufgrund des schlechten Wetters nahmen die Organisatoren vier der acht Zielrunden aus dem Programm, wodurch sich die Distanz von ursprünglich 173,6 und fast 40 Kilometer reduzierte.
Bei starkem Wind und Regen setzte sich zunächst eine fünfköpfige Gruppe um Anthony Perez (Cofidis) ab und fuhr sich zwei Minuten Vorsprung heraus. Schon im ersten Anstieg des Tages fiel nicht nur das Feld auseinander, sein erster Teil stellte auch die Ausreißer.
Am zweiten Anstieg formierte sich eine neue Gruppe, die aus neun Fahrern bestand und in der Scott Thwaites (Alpecin - Fenix) der prominenteste Name war. Aber auch diese Ausreißer konnten sich keinen größeren Vorsprung erarbeiten und wurden sechs Kilometer vor dem Ziel gestellt. Danach schien alles auf einen Massensprint hinauszulaufen, ehe das Feld kurz darauf bei dem Sturz in seine Bestandteile zerbrach.
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