EM 2025 in Frankreich: Remco Evenepoel gibt nach Zeitfahrsieg Ziele für 2026 mit neuem Team Red Bull-Bora-hansgrohe vor
VonJan Zesewitz
Update 02/10/2025 um 12:07 GMT+2 Uhr
Remco Evenepoel ist im Jahr 2025 der dominanteste Zeitfahrer der Welt. Zehn Tage nach seinem WM-Titel in Kigali unterstrich er seine Vormachtstellung auch im EM-Zeitfahren in Südfrankreich. Der Belgier blickte nach seinem Triumph auf die kommenden Herausforderungen beim Team Red Bull-Bora-hansgrohe. Für den Eurosport-Experten Rolf Aldag sind seine jüngsten Leistungen auch gewichtige Argumente.
Evenepoel nach Gold-Coup bei EM: "Am Anfang gab es viele Zweifel"
Quelle: Eurosport
In den vergangenen Jahren räumte Evenepoel bei Großveranstaltungen ab: Dreimal in Folge wurde er Zeitfahrweltmeister, in Paris 2024 gelang ihm das Gold-Double bei Olympia mit Siegen im Straßenrennen und im Zeitfahren. In Kigali war er mit Gold und Silber der erfolgreichste Athlet in Ruanda.
"Ich mag das wirklich gerne", sagte der Belgier nach seinem Sieg in Etoile-sur-Rhône. "Es ist eine sehr spezifische Vorbereitung und eine Meisterschaft motiviert mich immer sehr."
Seine Vorherrschaft im Zeitfahren will der Neuzugang des deutschen Red Bull-Teams auch im kommenden Jahr nicht aufgeben: "Während der Saison und den Grand Tours gibt es normalerweise sehr schöne Zeitfahren und das wird mich immer motivieren und ich werde versuchen sie zu gewinnen. Es wird das Ziel sein, so viele Zeitfahren wie möglich zu gewinnen. Dieses Jahr wollte ich alle drei Trikots (bei nationalen, Kontintental- und Weltmeisterschaften, Anm. d. Red.) holen, weil mir die Kurse lagen - Mission erfüllt."
Mit dem neuen Team muss sich Evenepoel noch zusammensetzen, um die Richtung für 2026 konkret vorzugeben. Der 25-Jährige konnte aber ein Versprechen schon abgeben: Die GIer zum Siegen wird ihm so schnell nicht abgehen. "Wir müssen mit dem neuen Team schauen und die Ziele für Grand Tours, Zeitfahren und die Klassiker festlegen", sagte er. "Für jetzt war es perfekt, aber immer wenn ich an den Start gehe, habe ich die Motivation zu gewinnen und das wird sich nie ändern."
Aldag: Evenepoel mit beeindruckender RB-Bewerbung
Bei dem Raublinger Rennstall tummeln sich auch im kommenden Jahr mit Primoz Roglic und Florian Lipowitz bereits zwei Fahrer mit Ansprüchen auf eine Kapitänsrolle bei den großen Rennen des Jahres. Für den Eurosport-Experten Rolf Aldag war schon sein Auftritt im WM-Straßenrennen ein Fingerzeig in Richtung der Ansprüche Evenepoels.
"Er hat klar gezeigt, dass er bei solchen Eintagesrennen klar der Stärkere ist", sagte Aldag während des Rennens in Kigali im Vergleich zu seinem künftigen Teamkollegen. "Roglic musste den ganzen Tag über nichts tun und konnte trotzdem nicht mitgehen."
Im Trophäenschrank des Belgiers stehen neben dem Sieg bei der Vuelta 2022 auch der WM-Titel im Straßenrennen 2022 und zahlreiche Eintagesrennen und Monumente wie Lüttich-Bastogne-Lüttich.
Nach seinem dritten Platz bei der Tour de France ist Lipowitz der aufstrebende Star beim Raublinger Rennstall - und auch er muss 2026 seine Rolle finden: "Wie es mit 'Lipo' dann aussieht, wird man sehen müssen, da muss sich zusammengesetzt werden", meinte Aldag, der bis nach der Tour diesen Jahres Sportdirektor bei Red Bull-Bora-hansgrohe war. "Eine Leistung wie heute hilft Evenepoel aber natürlich, Argumente für dieses Gespräch zu sammeln."
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Highlights: Evenepoel zeigt Ganna und Co. im Zeitfahren die Grenzen auf
Quelle: Eurosport
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