Jonas Vingegaard startet erstmals beim Giro d'Italia - Däne greift nach dem Rosa Trikot und dem Grand-Tours-Triple

Jonas Vingegaard startet erstmals beim Giro d'Italia - und hat direkt den Gesamtsieg im Blick. Der zweimalige Tour-de-France-Champion will das Rosa Trikot erobern und mit diesem weiteren Schritt Richtung Grand-Tours-Triple Radsportgeschichte schreiben. In Abwesenheit seines großen Rivalen Tadej Pogacar zählt der Däne vom Team Visma-Lease a Bike zu den Topfavoriten auf die Gesamtwertung.

Giro-Strecke 2026: Alle 21 Etappen von Bulgarien bis Rom

Quelle: Eurosport

Beim Gedanken an Bella Italia gerät Jonas Vingegaard ins Schwärmen. "Ich liebe alles an Italien – vom Essen bis zur Kultur. Ich habe hier noch nie Urlaub gemacht, aber ich wünsche es mir sehr. Ich habe schon mit meiner Familie darüber gesprochen", sagte Vingegaard der "Gazzetta dello Sport".
Am 31. Mai, wenn in Rom der 109. Giro d'Italia endet, kommen also Ehefrau Trine und die beiden Kinder Frida und Hugo zumindest für einen Städtetrip in die Ewige Stadt - und wollen die Reise mit einer Siegesfeier für Vingegaard krönen.
"Ich werde alles dafür geben, das Rosa Trikot zu gewinnen", sagte Vingegaard. Auch dies wäre ja ein erstes Mal für den 29-Jährigen, und das gleich bei seinem Debüt bei der Italien-Rundfahrt. An Motivation mangelt es nicht. Sollte es mit dem Gesamtsieg klappen, würde er in einen erlesenen Kreis aufsteigen: Die drei großen Landesrundfahrten Giro, Tour de France und Vuelta haben bislang erst sieben Fahrer gewonnen.
Vingegaard, zweimaliger Tour-Champion und amtierender Vuelta-Sieger, will der achte sein - und startet als Top-Favorit mit besten Chancen. "Das Triple zu gewinnen, ist einfach mein persönliches Ziel. Das würde bedeuten, ein Stück Radsportgeschichte zu schreiben", sagte Vingegaard, dessen großer Widersacher Tadej Pogacar den Giro in diesem Jahr auslässt.

Vingegaard wagt neuen Ansatz

Das Gigantenduell steht erst bei der Tour de France im Juli an. Den Traum vom Gelben Trikot träumt Vingegaard auch in diesem Jahr wieder, und gerade deshalb durchbricht er mit dem Giro-Start alte Muster. "Über viele Jahre hinweg war mein Rennprogramm fast immer gleich. Ich hatte das Bedürfnis nach Veränderung", sagte Vingegaard, dessen letzter Tour-Triumph drei Jahre zurückliegt.
Die Saison 2026 verläuft vielversprechend, die beiden einwöchigen Rennen Paris-Nizza und Katalonien-Rundfahrt hat Vingegaard souverän gewonnen. Nun wartet mit dem Giro ein echter Kraftakt, "und ich bin überzeugt, dass mich diese Wochen auch in Topform für die Tour bringen werden", sagte Vingegaard: "Aber im Moment gilt mein Fokus nur dem Rosa Trikot."

Giro wird zur großen Prüfung

Fast 3500 km und 49.150 Höhenmeter muss Vingegaard auf 21 Etappen zwischen dem Start im bulgarischen Nessebar und Rom bewältigen. Spätestens auf den schweren Bergetappen der Schlusswoche in den Dolomiten fällt die Entscheidung, zu den Rivalen zählen unter anderem der Italiener Giulio Pellizzari vom deutschen Team Red Bull-Bora-hansgrohe und der Österreicher Felix Gall (Decathlon CMA CGM).
"Unberechenbar" sei der Giro, glaubt Vingegaard, der von seinem Team Visma-Lease a bike schlagkräftige Helfer zur Seite gestellt bekommt: "Wir müssen jeden Tag bereit sein, denn hier können Überraschungen – mehr als anderswo – von überall her kommen. Ich muss meine absolute Bestleistung bringen."
(SID)
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Quelle: Eurosport


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