Giro d'Italia 2026 - Letzte Etappe mit Schlussrunden in Rom ohne frühzeitige Neutralisation: "Wird nie wieder vorkommen"
Update 30/05/2026 um 19:54 GMT+2 Uhr
Die letzte Etappe des Giro d’Italia durch das Zentrum von Rom wird wie vorgesehen stattfinden. Nachdem die Zeit auf dem 15. Teilstück der Italien-Rundfahrt aufgrund von Sicherheitsbedenken des Pelotons bereits 16,3 Kilometer vor dem Ziel genommen wurde, hat der Veranstalter RCS Sport alle Zweifel ausgeräumt, dass die Gesamtwertung für die Schlussrunden ebenfalls neutralisiert werden könnte.
Redebedarf bei Vingegaard - Superstar beschwert sich über Absperrung
Quelle: Eurosport
Auf der 15. Etappe nach Mailand beschwerte sich Jonas Vingegaard im Namen des Feldes aufgrund einer Streckenbegrenzung. Die Veranstalter reagierten daraufhin, was im Nachgang allerdings Diskussionen und eine Sicherheitsdebatte auslöste.
Der frühere Sprinter Stefano Allocchio gehört mittlerweile zum Rennleitungsteam des Giro und betonte gegenüber "Cyclingnews", dass der Rundkurs in Mailand sicher gewesen sei.
"Was in Mailand passiert ist, darf sich nie wiederholen. Die Rundstrecke in Mailand war sicher", sagte Allocchio. "Ich verstehe, dass die Fahrer Bedenken hinsichtlich der Sicherheit haben, aber was sollen wir tun? Nie wieder Sprintankünfte veranstalten?"
Der 64-Jährige, der in Italien auch als Sicherheitsbeauftragter fungiert, erklärte mit Blick auf die Schlussetappe weiter: "Der Rundkurs in Rom ist genau derselbe wie im letzten Jahr, daher kennen ihn die Fahrer und Teams und sind bereits darauf gefahren. Wir haben der Bitte der Fahrer in Mailand entsprochen, und sie haben sich bei uns bedankt, aber das wird nicht wieder vorkommen."
Copeland gegen verfrühte Zeitnahmen
Die Neutralisation in Mailand löste in der Szene eine Debatte aus. Brent Copeland, Teammanager bei Jayco-AlUla und Präsident der Internationalen Vereinigung der Profi-Radsportteams (AIGCP), sah die verfrühte Zeitnahme kritisch.
"RCS hatte großartige Arbeit geleistet und alles organisiert, damit der Giro ins Zentrum von Mailand zurückkehren konnte", sagte Copeland. Er sei mit Gästen und möglichen Investoren am Ziel gewesen und nach der Neutralisation in Erklärungsnot geraten.
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Vingegaard nach 15. Etappe: "Waren nicht die sichersten Straßen"
Quelle: Eurosport
"Es waren viele besondere Gäste und Partner da, die alle zum Rennen am Sonntag eingeladen waren. Alle schauten zu, aber dann wurde die letzte Runde neutralisiert, und die Stimmung war dahin", erklärte der Südafrikaner gegenüber "Cyclingnews". Letztendlich habe "der Radsport letzten Sonntag in Mailand darunter gelitten", resümierte Copeland.
Copeland 2007 bei ähnlichen Protest dabei
Der 54-Jährige war selbst dabei, als Lance Armstrong und Danilo di Luca beim Giro 2007 einen ähnlichen Protest anführten. "Jetzt, 17 Jahre später, ist etwas Ähnliches passiert, wir haben also nichts daraus gelernt", zeigte sich Copeland enttäuscht.
Diskussionen über die Sicherheit müssten vor den Etappen geführt werden. "Wir dürfen das Image des Radsports nicht zerstören, indem Fahrer während des Rennens zum Auto zurückkehren und niemand versteht, was vor sich geht", erklärte der Teammanager von Jayco-AlUla.
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Copeland schlug auch eine Lösung vor: "Ich ermutige die GC-Fahrer wirklich, sich vor dem Rennen und vor bestimmten Etappen zusammenzusetzen und sich darauf zu einigen, sich aus Schwierigkeiten herauszuhalten, aber das Rennen weiterlaufen zu lassen und die Sprinter ihr Rennen fahren zu lassen." So könne man das Image des Radsports aufrechterhalten.
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