Tadej Pogacar jagt ersten Sieg bei Mailand-Sanremo - Rad-Legende Eddy Merckx gibt slowenischem Weltmeister einen Rat

Tadej Pogacar vs. Mathieu van der Poel: Bei der 117. Auflage von Mailand-Sanremo kommt es zum nächsten Duell der beiden Superstars bei "La Primavera". Während van der Poel bereits seinen dritten Triumph jagt, fehlt Pogacar noch ein Sieg beim prestigeträchtigen ersten Monument des Jahres. Geht es nach Rekordsieger Eddy Merckx, könnte 2026 das Jahr des slowenischen Weltmeisters werden.

Highlights: Nächste Pogacar-Show auf den Schotterpisten der Toskana

Quelle: Eurosport

Fünf Mal hat es Tadej Pogacar bereits versucht, fünf Mal scheiterte der 27-Jährige beim Versuch, Mailand-Sanremo für sich zu entscheiden. Auch wenn der slowenische Dominator bereits zehn Siege bei Radsport-Monumenten auf dem Konto hat, entpuppte sich "La Primavera" bislang als Pogacars Nemesis.
Die Gründe dafür sind schnell gefunden: 298 Kilometer lang, technisch, ohne große Anstiege - ein Profil, was Pogacar im Vergleich zu schwereren und sprintstärkeren Allroundern wie Mathieu van der Poel nicht entgegenkommt.
Im Gespräch mit der "Gazzetta dello Sport" gab Sanremo-Rekordsieger Eddy Merckx, der das Rennen zwischen 1966 and 1976 insgesamt sieben Mal gewinnen konnte, Pogacar einen Rat.
Statt eines längeren Solos ab der Cipressa solle sich Pogacar auf einen Angriff am Poggio konzentrieren.

Merckx: Warum ein Angriff an der Cipressa schwierig wird

"Er kann an der Cipressa alle abschütteln und ist in der Lage, ein langes Solo zu fahren. Aber dann ist in Sanremo das Risiko größer, eingeholt zu werden", sagte Merckx, der in seiner Karriere alle fünf Monumente gewinnen konnte.
Pogacar hatte es in den vergangenen Jahren sowohl mit Attacken an der Cipressa knapp 22 Kilometer vor dem Ziel als auch am Poggio versucht, von dessen Spitze aus es nur noch weniger als sechs Kilometer bis zur Via Roma sind. Mit beiden Taktiken war er gescheitert.
Trotzdem glaubt Merckx, der Poggio sei die erfolgsversprechendere Option. "Wenn an der Cipressa starker Gegenwind herrscht, ist es schwer, sich einen Vorsprung herauszufahren", so der 80-Jährige: "Selbst, wenn du Tadej Pogacar heißt."

Merckx warnt Pogacar vor starkem van der Poel

Pogacar müsse für einen Sieg "genau im richtigen Moment attackieren", denn "der van der Poel, den wir bei Tirreno-Adriatico gesehen haben, wird schwer zu schlagen sein", sagte Merckx.
Der Niederländer reist mit zwei Etappensiegen bei der Fernfahrt zwischen den Meeren im Gepäck nach Mailand. Dazu kommt ein beeindruckender Solo-Sieg bei Omloop Nieuwsblad.
Pogacar fuhr seinerseits seinen vierten Sieg beim Klassiker Strade Bianche ein. Mit einem Solo über 79 Kilometer.

UAE-Sportdirektor deutet frühen Angriff an

Im Gegensatz zu Merckx deutete UAE-Sportdirektor Fabio Baldato im Interview mit "Sporza" an, dass ein längeres Solo auch bei "La Primavera" wieder ein probates Mittel sein könnte. "Ja, ich denke, das ist möglich", sagte er angesprochen auf einen Angriff Pogacars an der Cipressa.
Auch 2025 war das die Taktik des amtierenden Weltmeisters. Doch van der Poel und Filippo Ganna blieben an seinem Hinterrad und verwiesen Pogacar im Zielsprint auf den dritten Platz.
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Highlights: Van der Poel pariert alle Pogacar-Angriffe und siegt

Quelle: Eurosport


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