Pidcock-Abschied als Folge: Jens Voigt mit klaren Worten Richtung Ineos Grenadiers - "Kein Konzept erkennbar"
VonNiklas Bien
Update 06/12/2024 um 10:47 GMT+1 Uhr
Eine besonders große Überraschung war es nicht mehr, ein kleiner Paukenschlag aber dennoch: Das Team Ineos Grenadiers verliert mit Tom Pidcock zum Saisonende eines seiner bekanntesten Gesichter. Der Abgang des Cross-Country-Olympiasiegers ist für Eurosport-Experte Jens Voigt allerdings nur ein Symptom größerer Problematiken beim englischen Team, bei dem für ihn "kein Konzept erkennbar" ist.
Das Team Ineos Grenadiers geht aktuell durch schwierige Zeiten.
Fotocredit: Getty Images
Eins ist für den ehemaligen Profi ohnehin klar: "Ineos gehört längst nicht mehr zu den Top-Teams auf der World Tour", betont Voigt im Interview mit Eurosport.
Der Output des Teams aus Manchester stimmt aus Sicht des 53-Jährigen schon eine ganze Weile nicht mehr. "Seit Jahren haben sie keine große Rundfahrt gewonnen und kämpfen jetzt um ihre Neuausrichtung", sagt Voigt.
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Eine ganz entscheidende Rolle für die Schwierigkeiten des ehemals so erfolgreichen Teams spielt vor allem eine prominente Personalie: Jim Ratcliffe.
Der Gründer des Unternehmens Ineos hat Anteile am Fußball-Riesen Manchester United gekauft, einige sportlich Verantwortliche folgten ihm zu den Red Devils.
Pidcock-Abschied für Voigt logisch
"Im Moment scheint Ineos Grenadiers bei den Geldgebern ein bisschen das Stiefkind zu sein, das in der Ecke sitzt und mit dem niemand spielen möchte", sagt Ex-Profi Voigt, der sich beinahe wundert, dass das Team immer noch an den Start geht: "Ich bin seit zwei Jahren immer wieder überrascht, dass die Mannschaft am 1. Januar weitermachen kann."
Darüber hinaus sei man sich intern offenbar nicht einig was man wolle, kritisiert Voigt: "Es ist irgendwie kein Konzept erkennbar. Wollen sie große Rundfahrten gewinnen oder Eintagesrennen?"
Der Abschied von Pidcock steht laut Voigt am Ende dieser langen Fehlerkette. "Das ist eine gute Mannschaft, aber kein Top-Team", konstatiert der 53-Jährige, betont aber: "UAE Team Emirates, Visma-Lease a bike und Soudal-Quick-Step mit Remco Evenepoel sind vorbeigezogen. Das hat auch Tom Pidcock erkannt."
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Quelle: Eurosport
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