Remco Evenepoel auf dem Weg zum großen Rivalen von Tadej Pogacar? Red-Bull-Teamleiter zeigt sich zuversichtlich
VonLukas Fegers
Publiziert 07/10/2025 um 16:06 GMT+2 Uhr
Silber bei der WM, Silber bei der EM: In den jüngsten beiden großen Straßenrennen musste sich Remco Evenepoel dem "Kannibalen" Tadej Pogacar klar geschlagen geben. Dennoch hat der Belgier das große Ziel, die Lücke zum Slowenen zu schließen - und auch seine neue Mannschaft Red Bull-Bora-hansgrohe ist offenbar der Meinung, dass der 25-Jährige unter bestimmten Umständen dazu in der Lage ist.
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Quelle: Eurosport
"Die Zusammenarbeit mit Remco beginnt offiziell erst in einigen Wochen, aber hinter den Kulissen arbeiten wir bereits daran", sagte Red-Bull-Teamleiter Sven Vanthourenhout im Interview mit der belgischen Tageszeitung "Het Laatste Nieuws". Es werde "viel geredet und es werden jede Menge Ideen ausgetauscht", so der 44-Jährige.
Zwar hält Vanthourenhout den slowenischen Superstar vor allem an langen Anstiegen für überlegen. Das habe zuletzt beispielsweise Pogacars Angriff bei der EM gezeigt, bei dem Evenepoel anfangs an dessen Hinterrad gesprungen war, schließlich aber doch abreißen lassen musste.
Der Grund: Vanthourenhout zufolge könne Pogacar "ein solches Tempo länger halten als jeder andere. Einige Minuten lang fährt er zwanzig, dreißig oder vierzig Watt mehr als die anderen, dann fällt er wieder auf eine 'normale' Wattzahl zurück."
Evenepoel selbst hatte bereits erklärt, dass er sich in diesem Bereich bei seinem neuen Team verbessern möchte. Diesbezüglich ist Vanthourenhout guter Dinge.
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Remco Evenepoel will die Lücke zu Tadej Pogacar schließen
Fotocredit: Getty Images
Evenepoel "nicht am Ende seiner Entwicklung"
Einerseits sei Pogacar "ein enormes Talent", das "bestimmte Dinge von der Natur aus mitbekommen hat", so Vanthourenhout. Doch andererseits ist er überzeugt, "dass Remco noch nicht am Ende seiner Entwicklung angelangt ist".
Ihm zufolge könne Evenepoel "den Schritt in Richtung Pogacar machen. Durch Leistung, durch Ernährung, durch Training."
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Quelle: Eurosport
Evenepoel ebenbürtig bei Eintagesrennen?
Evenepoels Grundkondition sei nicht schlechter als die von Pogacar, betonte Vanthourenhout im "HLN"-Interview.
Der 27-jährige Slowene überzeuge jedoch vor allem bei extrem intensiven Belastungen - in diesem Bereich habe Evenepoel, den Red Bull-Bora-hansgrohe von Soudal-Quick Step losgeeist hat, noch Entwicklungspotenzial.
"Es ist kein Geheimnis, dass man mit spezifischem Intervalltraining an diesen Dingen arbeiten kann. Dabei muss man jedoch den einzelnen Athleten berücksichtigten", sagte Vanthourenhout: "Man muss immer das Gleichgewicht zwischen den drei Motoren wahren. Man kann nicht nur diese superintensiven Anstrengungen trainieren, denn für einen Radrennprofi bleibt die Grundkondition enorm wichtig."
Vanthourenhout zeigt sich allerdings zuversichtlich, dass Evenepoel mit der richtigen Balance noch einen Schritt weitergehen könne.
Zwar werden sich der dreimalige Zeitfahrweltmeister und zweimalige Olympiasieger von Paris "nicht um fünfzehn Prozent verbessern. Aber ich glaube wirklich, dass er in den Eintagesrennen - ich spreche also nicht von den Rundrennen - Pogacars ebenbürtiger Rivale werden kann."
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