Vuelta 2025 - João Almeida nach Visma-Überraschungsangriff auf sich gestellt: "Habe meine Teamkollegen etwas vermisst"
VonJan Zesewitz
Update 31/08/2025 um 23:29 GMT+2 Uhr
João Almeida hat bei der Vuelta a España auf der 9. Etappe zum Skiort Valdezcaray gegen seinen Hauptkonkurrenten Jonas Vingegaard eine Niederlage hinnehmen müssen. Der Portugiese gestand im Interview mit Eurosport, dass ihn die Attacke des Visma-Lease a Bike-Teams ein wenig überrascht habe. Mit der Leistung seiner UAE-Emirates-Equipe war er am Schlussanstieg nicht zufrieden.
Almeida nach Platz drei bei Bergankunft: "Visma hat uns überrascht"
Quelle: Eurosport
"Ich habe ein wenig meine Teamkollegen vermisst, am Schluss war keiner mehr da. Es ist wie es ist", sagte Almeida im Interview. Der Schaden ist aus seiner Sicht noch gering ausgefallen: 30 Sekunden verlor er inklusive der Bonifikationssekunden auf den Topfavoriten Vingegaard - auf die weiteren Rivalen mit Ausnahme von Tom Pidcock konnte er sogar viel Zeit gutmachen.
Aber die Ansprüche im Team aus den Emiraten sind hoch. Almeida trat als Kandidat für den Gesamtsieg in Turin bei dieser Vuelta an - in den Bergen konnte er Vingegaard bisher nicht besiegen.
Als Visma die defensive Taktik der Vortage über Bord warf, wurden die Kontrahenten um den Portugiesen auf dem falschen Fuß erwischt. "Sie haben uns ein wenig überrascht, wir haben nicht damit gerechnet", gestand er. "Ich war eigentlich in einer guten Position, aber sie sind sehr hart gefahren. Ich konnte die Lücke nicht ganz schließen. Ich habe gesehen, dass die anderen an ihrem Limit waren und nicht viel tun konnten."
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Almeida musste auf den letzten zehn Kilometern größtenteils Mann gegen Mann gegen Vingegaard antreten - Pidcock konnte (oder wollte) ihn nicht unterstützen, seine Teamkollegen waren zu diesem Zeitpunkt bereits abgehängt.
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Tempoverschärfung von Visma macht Weg für Vingegaard frei
Quelle: Eurosport
Ayuso kann oder will nicht helfen
Die Aussage des 27-Jährigen könnte unter anderem in Richtung Juan Ayuso verstanden werden. Der Spanier ging als Co-Kapitän in die Spanien-Rundfahrt und musste auf dem Weg nach Andorra alle Aussichten auf die Gesamtwertung ziehen lassen, als er mehr als sieben Minuten auf die Favoriten verlor.
Der 22-Jährige schlug am nächsten Tag zurück und gewann die Pyrenäenetappe nach Cerler. Ayuso scheint also nicht völlig außer Form zu sein, aber statt seinen Teamkollegen zu unterstützen, ließ er sich noch vor dem Schlussanstieg in den Skiort abhängen und kam mit mehr als 20 Minuten Rückstand ins Ziel.
Der Plan, die Doppelspitze Almeida-Ayuso als "Zange" gegen Vingegaard einzusetzen, war schon nach dem Anstieg nach Pal in Andorra passé. Dass der Spanier seinen Kapitän nun im Hochgebirge offenbar gar nicht unterstützen kann oder will, sorgt für einen weiteren Dämpfer in den UAE-Überlegungen.
Die Gerüchte um einen Wechsel des hochveranlagten Spaniers werden dadurch nicht kleiner - und auch Almeida wirkte im Interview mindestens irritiert, auch wenn er den Namen seines Teamkollegen nicht aussprach.
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Highlights: Visma-Attacke überrascht die Herausforderer
Quelle: Eurosport
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