Vuelta a España 2025: Jonas Vingegaards Sieg gegen alle Widerstände - dänischer Topfahrer muss "um jedes Watt" kämpfen

Jonas Vingegaard (Visma-Lease a Bike) hat bei der Vuelta a España 2025 allen Widrigkeiten getrotzt und mit dem Sieg auf der letzten Bergetappe den Gesamtsieg so gut wie perfekt gemacht. Für den Dänen, der in den vergangenen beiden Jahren eine Grand-Tour-Dürre hatte durchstehen müssen, waren es extrem mühsame drei Wochen, in denen er "für jedes Watt" kämpfen musste. Umso süßer schmeckt der Erfolg.

Highlights: Vingegaard hebt sich sein Meisterstück bis zum Schluss auf

Quelle: Eurosport

Zwei Wochen hatte Jonas Vingegaard seine Fans warten lassen. Nach einer Attacke und seinem Solo-Sieg auf der 9. Etappe und der Übernahme des Roten Trikots zwei Tage später schaltete der Däne in den Verwaltungsmodus, reagierte nur noch, statt zu agieren.
Auf der 20. Etappe hat er seiner kleinen "Sieglos"-Serie bei der Vuelta a España nun ein Ende bereitet und den Kampf um Rot eindrucksvoll für sich entschieden.
Am extrem steilen Schlussanstieg hinauf zum Bola del Mundo ließ Vingegaard die anderen Favoriten um seinen ärgsten Verfolger João Almeida 1,2 Kilometer vor dem Ziel stehen und feierte mit einer Machtdemonstration seinen dritten Etappensieg, mit dem er den Gesamterfolg vor dem Schlussstück in Madrid am Sonntag quasi sicherstellte.
"Ich wollte in Bilbao gewinnen. Ich wollte am Angliru gewinnen. Aber Bola del Muno ist auch etwas Besonderes", sagte der 28-Jährige sichtlich erleichtert.
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Finale Furioso! Vingegaard fährt am Schlussanstieg allen davon

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Ganze sieben Mal durfte Almeidas UAE Team Emirates-XRG bei der Spanien-Rundfahrt über Etappensiege jubeln, doch der letzte Lacher bleibt nun Vingegaard vorbehalten. Almeida liegt als Zweitplatzierter 1:16 Minuten in der Gesamtwertung zurück.

Vingegaard nach Rückschlägen endlich wieder ganz oben

Für den zurückhaltenden Dänen ist es ein besonderer Erfolg. "Es ist der erste Vuelta-Sieg überhaupt für mich, der erste Grand-Tour-Sieg in den letzten zwei Jahren", bilanzierte der Visma-Profi: "Von all dem, was ich die vergangenen Jahre durchmachen musste, so zurückzukommen, ist sehr schön."
Nach seinen beiden Tour-de-France-Siegen 2022 und 2023 hatten schwere Stürze Vingegaards Triumphzug jäh unterbrochen. Im April 2024 zog er sich bei der Baskenland-Rundfahrt neben einem Schlüsselbeinbruch sowie mehreren Rippenbrüchen eine Lungenquetschung und einen Pneumothorax zu.
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Kuss: "Brauche jetzt ein Bier!"

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Im März 2025 bremste ihn ein Sturz bei Paris-Nizza aus, Gehirnerschütterung und Handprellung inklusive. Erneut verlief die Vorbereitung für die im Juli stattfindende Tour de France nicht optimal. Sowohl 2024 als auch 2025 musste er sich dort dem Slowenen Tadej Pogacar geschlagen geben.
2023 hatte Vingegaard zudem bei seinem ersten Vuelta-Auftritt selbstlos für seinen sonstigen Edelhelfer Sepp Kuss gearbeitet und ihn zum Gesamtsieg gehievt. 2025 wird der Däne nun endlich selbst das erste Mal das Maillot Rojo in Madrid überstreifen.

Vingegaard: "Musste für jedes Watt kämpfen"

"Er war der beste Fahrer, er hat drei Etappen gewonnen", lobte Vismas Sportlicher Leiter Grischa Niermann, stellte aber klar, dass Vingegaard bei der Spanien-Rundfahrt "nicht sein bestes Level" erreichen konnte.
Auch diesmal blieb der Mann aus Hillerslev nämlich nicht von Rückschlägen gefeit, eine Erkältung setzte ihm lange zu. "Es hat nach der 9. Etappe angefangen", so Vingegaard. Die Nase lief, der Hals schmerzte. "Das hat mich beeinträchtigt", gab er zu: "Danach musste ich für jedes Watt kämpfen, um ehrlich zu sein."
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Vingegaard: "Musste um jedes Watt kämpfen"

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Umso schöner sei der Sieg am Bola del Mundo. Das sah auch Niermann so: "Es ist keine Geburtstagsparty. Heute hat er endlich wieder abgeliefert."

Visma: Zwei Grand-Tour-Siege in 2025

Auch für Vingegaards ambitioniertes Team Visma-Lease a Bike ist es ein wichtiger Erfolg, der den zweiten verpassten Tour-de-France-Sieg in Folge ein wenig kaschiert. Simon Yates hatte Anfang Juni zudem überraschend den Giro für die niederländische Equipe gewonnen.
Natürlich sei das Gelbe Trikot bei der Tour immer das Ziel, so Niermann. Aber Geschäftsführer Richard Plugge habe ihm "gesagt, dass das unser neunter Grand-Tour-Sieg ist. Das ist schon eine Statistik …"
Allein ein Drittel davon geht auf das Konto von Vingegaard, der nach über zwei Jahren endlich wieder ganz oben steht.
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Demonstranten blockieren Straße: "Geht in Bereich Gewalt hinein"

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