Vuelta: Felix Gall hängt Enric Mas und Primoz Roglic bei Bergankunft auf Königsetappe ab - Mikel Landa feiert Solosieg

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Felix Gall hat auf der 20. Vuelta-Etappe am Schlussanstieg seine Rivalen abgehängt, das Blatt in der Gesamtwertung aber nicht mehr wenden können. Der Österreicher kam bei der Bergankunft 17 Sekunden vor Enric Mas ins Ziel, wodurch der Spanier das Rote Trikot souverän verteidigte. Im Duell um Rang zwei nahm Gall zwar Primoz Roglic fast eine Minute ab, doch der Slowene konnte seinen Platz halten.

Highlights: Showdown um Vuelta-Gesamtsieg auf 1868 Metern

Quelle: Eurosport

Der Sieg der Königsetappe ging an einen der Ausreißer des Tages, Routinier Mikel Landa (Soudal) ließ die spanischen Fans jubeln. Für Landa war es nach jahrelanger Durststrecke mit 36 Jahren einer seiner größten Siege - mit Tränen in den Augen überquerte er als Solist den Zielstrich auf fast 1900 Metern Höhe.
"Darauf habe ich lange gewartet, ich bin total glücklich - endlich wieder ein Sieg", sagte Landa mit brüchiger Stimme im Zielinterview. "Das ist ein sehr emotionaler Erfolg für mich - es war die letzte Chance bei dieser Vuelta", elf Jahre nach seinem ersten Etappentriumph bei einer Spanien-Rundfahrt stand er nun wieder ganz oben auf dem Podest.
Platz zwei ging an den Norweger Tobias Johannessen (Uno-X/+0:47) vor Ramses Debruyne (Belgien/Alpecin/+1:27).
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Tränen im Ziel: Landa gewinnt Königsetappe als Solist

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Im Kampf der Favoriten ums Podium war es Gall, der im Schlussanstieg eine Lücke zu seinen Rivalen reißen konnte. Erstmals schüttelte er dabei auch Mas (Movistar) ab, aber wirklich distanzieren konnte der Décathlon-Kapitän den Spanier nicht. Auch der Angriff auf den zweiten Gesamtrang von Roglic (Red Bull) schlug fehl, der Slowene konnte den Abstand ausreichend begrenzen.
Im Klassement liegt Mas nun 2:15 Minuten vor Roglic und 2:44 vor Gall. Der Tiroler dürfte die Rundfahrt nun nicht wie den Giro d'Italia im Mai als Kronprinz des Gesamtsiegers beenden. "Am Schlussanstieg wollte ich einfach mit einem starken Gefühl hier abschließen und am Ende bin ich natürlich zufrieden", zog Gall Bilanz.
Mas ist nun nur noch 112 Kilometer vom ersten spanischen Vuelta-Gesamtsieg seit 2014 entfernt, nach drei zweiten Plätzen winkt ihm mit 31 Jahren die Krönung. "Ich habe die Kilometer gezählt", verriet er im Interview, nun sei er "super happy".
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Mas steht vor Vuelta-Gesamtsieg: "Habe die Kilometer gezählt"

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Carapaz und Kuss sorgen für Feuerwerk

Die ersten Angriffe der Topfahrer starteten schon fast 100 Kilometer vor dem Ziel, besonders Sepp Kuss und Richard Carapaz gingen mehrfach in die Offensive, dadurch waren Mas, Gall und Roglic immer wieder von Helfern isoliert. Während Carapaz immer wieder gestellt wurde, machte sich Kuss erfolgreich auf die Verfolgung der Ausreißer und wurde dabei auch durch seinen Visma-Teamkollegen Wout van Aert unterstützt, den er am Schlussanstieg einholte.
Der Belgier hatte zuvor als Sieger an mehreren der Bergwertungen des Tages kurz auch vom Trikot des besten Kletterers träumen können - doch letztlich hätte er dazu im Tagesziel einen Spitzenplatz belegen müssen. So steht der Belgier nun "nur" vor dem Triumph der Punktewertung, der Kolumbianer Santiago Buitrago (Bahrain) wird das Klettertrikot gewinnen und der Brite Oscar Onley blieb in der Nachwuchswertung vorn.
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Große Emotionen bei Landa: "Habe so lange gewartet ..."

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"Wir hatten nichts zu verlieren, aber viel zu gewinnen. Das Team hat einen tollen Job gemacht und ich bin zufrieden. Ich glaube, wir haben getan, was wir tun mussten", fasste Olympiasieger Carapaz den Tag seines EF-Teams zusammen.
Kuss hingegen machte durch seine mutige Fahrt sechs Plätze in der Gesamtwertung gut und ist nun Fünfter. "Ich hatte den ganzen Tag Gänsehaut", gestand der US-Amerikaner.

Vuelta: Brenner wieder aktiv

Die 20. Etappe mit ihren vier schweren Anstiegen zum Ziel am Collado del Alguacil über 186 Kilometer war voller Action und Attacken: In der ersten Rennhälfte befanden sich zwischenzeitlich fast 70 Fahrer in zwei Gruppen vor dem Hauptfeld, als Seitenwind für Chaos sorgte. An der Spitze hatte dabei das Team Uno-X eine konzertierte Aktion gestartet, sechs Fahrer ganz vorne platziert und über Stunden eine Art Mannschaftszeitfahren durch die Berge aufgezogen. Zu einem Doppelsieg wie auf der 7. Etappe sollte es aber nicht reichen, Johannessen war im Ziel den Tränen nah, dass er den Coup nicht vollenden konnte.
Aus deutscher Sicht war Marco Brenner, Sieger der 14. Etappe, in der einer riesigen Verfolgergruppe dahinter vertreten, hatte aber letztlich mit dem Ausgang auch nichts zu tun.

Vuelta-Finale in Granada

Ein böser Sturz sorgte in der Anfangsphase der Etappe gleich für zwei Aufgaben: Matthew Riccitello (Décathlon) und Chris Hamilton (PicNic), in der Schlussstunde erwischte es dann auch noch Vortagessieger Eddie Dunbar (Pinarello).
Am Schlusstag der Vuelta wartet in Granada eine letzte spannende Etappe: Es geht in mehreren Schlussrunden den Anstieg zur berühmten Alhambra hinauf - das lockt nicht nur Sprinter, sondern auch Klassikerfahrer und vielleicht sogar die Stars der Gesamtwertung.
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Vuelta-Strecke, 21. Etappe: Finale im Schatten der Alhambra

Quelle: Eurosport


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