Olympia 2021: Ruder-Weltmeister Oliver Zeidler hat bei den Olympischen Spielen den nächsten souveränen Sieg eingefahren

Ruder-Weltmeister Oliver Zeidler (Ingolstadt) hat auf dem Weg zur erhofften Medaille bei den Olympischen Spielen in Tokio den nächsten souveränen Sieg eingefahren. Der Einer-Dominator gewann auch sein Viertelfinale ohne Probleme und qualifizierte sich für das Halbfinale, das wegen angekündigten schlechten Wetters von Mittwoch auf Donnerstag verschoben wurde.

Einer-Ruderer Oliver Zeidler

Fotocredit: Getty Images

Einen Tag nach seinem 25. Geburtstag kontrollierte Zeidler erneut seinen Lauf und überzeuge auf ganzer Linie.
Die Gold-Hoffnung des Deutschen Ruderverbandes (DRV) setzte sich nach einem ambitionierten Start der Gegner nach rund 250 m an die Spitze und lag im Ziel 1,51 Sekunden vor dem Brasilianer Luca Verthein Ferreira.
"Ich habe das heute ganz gut gelöst. Jetzt kommt es aufs Halbfinale an, danach kann man Schlüsse ziehen", sagte Zeidler.
Der Ex-Schwimmer, der erst 2016 zum Rudern gewechselt war, überlässt nichts dem Zufall, der Fokus liegt einzig und allein auf der Gold-Mission. Im Halbfinale, das aufgrund der Wettervorhersagen auf Donnerstag verlegt wurde, wartet gegen Dauerkonkurrent Sverri Nielsen (Dänemark) und den starken Griechen Stefanos Ntouskos der erste echte Härtetest.
Drei Plätze werden in jedem Halbfinale für den Endlauf vergeben, doch damit will sich Zeidler nicht begnügen. "Bei den wechselnden Bedingungen möchte ich schon auf die beste Bahn gesetzt werden. Deshalb versuche ich, hier jedes Rennen zu gewinnen", sagte er. Sollte Zeidler den Sprung ins Finale schaffen, steht am Freitag womöglich ein deutscher Doppelschlag binnen 40 Minuten bevor.

Deutschland-Achter dominiert Vorlauf

Denn auch der Deutschland-Achter schob sich durch den beeindruckenden Vorlaufsieg in die Rolle des Top-Favoriten. "Man muss schon in sehr guter Form sein, um so ein Ding abzufackeln", sagte Bundestrainer Uwe Bender. Mit einem grandiosen Kraftakt hatte der Achter die unerwartet starken Amerikaner geschlagen und damit auf direktem Weg das Finalticket gelöst.
Im Gegensatz zu den Briten, die überraschend in den Hoffnungslauf müssen, kann sich die Crew des deutschen Flaggschiffs in Ruhe auf den Angriff auf das erste Olympia-Gold seit 2012 vorbereiten. "Wir werden sehen ob wir einen Tag erwischen, an dem wir einen wegknallen können", sagte London-Olympiasieger Richard Schmidt.
Beim Doppelvierer der Männer herrschte dagegen gedrückte Stimmung. Die Crew um den zweimaligen Olympiasieger Karl Schulze enttäuschte im Hoffnungslauf und verpasste ebenso wie die beiden Doppelzweier die Finalläufe. Jonathan Rommelmann und Jason Osborne, die im Leichtgewichts-Doppelzweier zu den Medaillenkandidaten gehören, waren bereits am Samstag problemlos als Vorlaufsieger ins Halbfinale eingezogen. Zudem hofft der Deutsche Ruderverband (DRV) im Finale des Frauen-Doppelvierers am Mittwoch auf Edelmetall.
Das könnte Dich auch interessieren: Hentschel und Punzel gewinnen erste deutsche Medaille
(SID)
picture

Deutscher Doppelvierer scheitert im Hoffnungslauf

Quelle: Eurosport

Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung