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Norwegen-Asse Adrian Smiseth Sejersted und Kajsa Vickhoff Lie kritisieren neue Airbag-Pflicht
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Update 27/11/2024 um 19:43 GMT+1 Uhr
Ab der neuen alpinen Skisaison ist das Tragen eines Airbags bei den Speed-Disziplinen Abfahrt und Super-G für die Athletinnen und Athleten verpflichtend. Die Veränderung, die vom Weltverband FIS initiiert wurde, stößt im Fahrer:innen-Lager allerdings nicht zwingend auf Gegenliebe. Neuerliche Kritik übten nun die beiden Norwegen-Asse Adrian Smiseth Sejersted und Kajsa Vickhoff Lie.
Adrian Smiseth Sejersted ist noch nicht von der Airbag-Pflicht überzeugt
Fotocredit: Imago
"Ich bin nicht von seinen positiven Auswirkungen überzeugt", erklärte Sejersted im Gespräch mit "NRK" mit Blick auf das obligatorische Tragen des Airbags.
Vor allem die Art und Weise, wie die FIS die Regeländerung kommuniziert habe, stieß dem 30-Jährigen offensichtlich sauer auf: "Es ist speziell von der FIS, wie sie es macht. Man wird ganz offen unter Druck gesetzt, mit einem Airbag zu fahren", beklagte Sejersted.
Zudem hätte der Ski-Weltverband den Fahrerinnen und Fahrern lediglich "vier Tage" Zeit eingeräumt, um der Airbag-Verpflichtung zuzustimmen oder alternativ eine Ausnahmegenehmigung zu beantragen.
Die Reaktion auf Sejersteds Kritik ließ nicht lange auf sich warten. Von "NRK" mit den Vorwürfen konfrontiert, erklärte FIS-Generalsekretär Micehl Vion: "Die Änderung wurde im Mai 2023 beschlossen, die Athleten und Trainer wissen also seit 18 Monaten Bescheid." Zudem setze die FIS "niemanden unter Druck".
Lie: "Das ist völlig falsch"
Unterstützung in puncto Wirksamkeit des Airbags, der vor allem Rippen und Lunge schützen soll, erhielt Sejersted indes von seiner Teamkollegin Lie. "Die Priorisierung der Verletzungsprävention ist völlig falsch", monierte die WM-Dritte von Courchevel/Mèribel. Sie schob nach: "Es gibt viele andere Körperteile, die es zu schützen gilt."
Laut Lie seien Knie, Waden, Kopf, Nacken und Schulter deutlich häufiger von schweren Verletzungen betroffen: "Wir sollten uns lieber darauf konzentrieren, wie wir den Skisport im Hinblick auf diese Verletzungen sicherer machen können."
Die neue FIS-Regelung hatte in der jüngeren Vergangenheit bereits für Kontroversen gesorgt.
Kriechmayr äußert Kritik
Während Marco Odermatt bereits seit geraumer Zeit freiwillig auf den Airbag zurückgreift, äußerte beispielsweise Vincent Kriechmayr Bedenken: "Ich bin ein Athlet, der es mag, wenn er sich bewegen kann. Vor allem zu Beginn hat mich der Airbag in der Bewegungsfreiheit eingeschränkt", sagte Kriechmayr am Rande des Weltcup-Auftakts in Sölden. Mittlerweile seien Kriechmayr zufolge allerdings einige Verbesserungen vorgenommen worden.
Für die FIS um Generalsekretär Vion ist die Nutzung des Airbags ohnehin nicht verhandelbar: "Wir werden nicht darauf verzichten, alles in unserer Macht Stehende zu tun, um die mit der Ausübung des Schneesports verbundenen Risiken zu minimieren", wird Vion vom Schweizer "Blick" zitiert.
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Quelle: Eurosport
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