Odermatt erklärt seine Gold-Flaute bei Olympia: "Nicht mit 100 Prozent Batterie" angereist
VonLukas Fegers
Update 18/02/2026 um 13:21 GMT+1 Uhr
Drei Medaillen, aber keine goldene: So lautet Marco Odermatts Bilanz bei den Olympischen Winterspielen 2026. Nun hat der Ski-Superstar erklärt, warum es für das oberste Treppchen des Podiums nicht gereicht hat. Aufgrund der Intensität im Weltcup im Januar sei er "nicht mit 100 Prozent Batterie" nach Bormio gereist, sagte der Schweizer am Dienstagabend bei "Servus TV".
Exklusiv: Odermatt mit Silber auch "sehr, sehr zufrieden"
Quelle: Eurosport
Womöglich wäre es besser gewesen, hätte er Ende Januar ein paar Rennen ausgelassen und "bei den kleinen Kugeln einen Vorsprung hergeschenkt", betonte Odermatt selbstkritisch.
Die Begründung für seinen straffen Zeitplan vor den Winterspielen lieferte er jedoch gleich hinterher: Der Gesamtweltcup sei für ihn "genau gleich wichtig wie Olympia".
Nach Riesenslalom-Gold in Peking 2022 holte Odermatt diesmal zwar dreimal so viele Medaillen. Im Riesenslalom und in der Team-Kombination musste sich der Weltcup-Dominator aber mit Silber begnügen, beim Super-G reichte es nur für Bronze - und in der Abfahrt verpasste er als Vierter sogar ganz das Podium. Kurzum: Mit Dreifach-Olympiasieger Franjo von Allmen stahl ihm ein Schweizer Teamkollege die Show.
Von Olympia-Frust wollte Odermatt bei "Servus TV" dennoch nichts wissen. "Wenn mir einer gesagt hätte, dass ich drei Medaillen bei Olympischen Spielen gewinne und du sagst nicht zu, dann bis du blöd", stellte der 28-Jährige klar.
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Ohne Gold reiste Marco Odermatt von Olympia 2026 ab.
Fotocredit: Getty Images
Odermatt hadert mit Olympia-Flair
Kritische Worte fand Odermatt derweil für die Atmosphäre rund um die Wettkämpfe in Bormio. Es habe sich "überhaupt nicht nach Olympischen Spielen angefühlt, das muss ich ehrlich sagen".
Ihm zufolge sei die große räumliche Distanz zwischen den Austragungsorten nicht ideal gewesen. Damit reihte sich der Ski-Superstar ein in Aussagen anderer Athletinnen und Athleten wie beispielsweise Linus Straßer oder Biathletin Selina Grotian.
"In Cortina hatten wir vor fünf Jahren die Weltmeisterschaften und es hat gut funktioniert. Deshalb wäre es sicher möglich gewesen, Frauen und Männer an einem Ort zu haben. Dann hätten wir zumindest ein Ski-WM-Feeling gehabt, obwohl in Cortina auch andere Sportarten waren. So war es leider ein bisschen anders", haderte Odermatt mit den Bedingungen bei den Spielen.
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Odermatt exklusiv nach Platz vier: "Bin sehr enttäuscht"
Quelle: Eurosport
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