Ski-WM in Saalbach: Stefan Rogentin kritisiert FIS-Startplatzreglement - auch DSV-Ikone Frank Wörndl äußert sich

In der Abfahrt-Weltrangliste liegt Stefan Rogentin aktuell auf Platz 13, und dennoch muss der Schweizer um seine Abfahrt-Teilnahme bei der WM in Saalbach bangen. Der Grund: Wegen der FIS-Regularien kann Swiss-Ski-Cheftrainer Tom Stauffer nur fünf Team-Tickets verteilen. Das findet Rogentin aufgrund seiner guten Weltcup-Resultate ungerecht - und erhält Unterstützung von einer deutschen Legende.

Premierensieg: Rogentin triumphiert im Super-G

Quelle: Eurosport

"Ich habe in meiner Karriere nie ein Weltcuprennen gewonnen", wird DSV-Ikone Frank Wörndl vom "Blick" zitiert, "dafür bin ich 1987 in Crans-Montana Weltmeister geworden und habe ein Jahr später bei den Olympischen Spielen in Calgary Silber gewonnen."
Er werde immer wieder gefragt, warum das so war, betonte der 65-Jährige. Seine Antwort: "Weil es leichter ist, Weltmeister zu werden als Weltcupsieger. Ich habe davon profitiert, dass bei der WM und bei Olympia einige sehr gute Athleten aus Top-Nationen in der teaminternen Qualifikation gescheitert sind. Sportlich betrachtet ist das ein Schmarrn!"
Als Teammitglied von Swiss-Ski könnte es Rogentin bei der WM-Abfahrt in Saalbach nun ähnlich ergehen wie den von Wörndl beschriebenen "Athleten aus Top-Nationen".
Zwar fuhr der 30-Jährige in den fünf Weltcup-Abfahrten dieser Saison viermal unter die besten 13 Starter und die Schweizer Auswahl kann - anders als die restlichen Nationen - dank Titelverteidiger Marco Odermatt fünf WM-Tickets verteilen. Doch wegen des harten Konkurrenzkampfs in den eigenen Reihen steht Rogentin für Saalbach auf der Kippe.
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Stefan Rogentin muss um seinen Start bei der WM-Abfahrt zittern.

Fotocredit: Getty Images

Rogentin kämpft um fünftes Abfahrt-Ticket

Dem "Blick" zufolge sind neben Odermatt nämlich Beaver-Creek-Champion Justin Murisier und Alexis Monney, der Überraschungssieger von Bormio, gesetzt. Ebenso wie Franjo von Allmen, der in diesem Winter bisher dreimal aufs Podium fuhr.
Da Rogentin hingegen kein Weltcup-Podest in der Abfahrt vorweisen kann, muss er in Saalbach voraussichtlich mit Lars Rösti und Marco Kohler um den letzten Schweizer Startplatz kämpfen. Zum Unmut des Weltranglisten-13., der den WM-Modus des Ski-Weltverbands FIS infrage stellt.
"Meines Erachtens müssten bei einer WM pro Disziplin die Top 30 der Weltrangliste gesetzt sein", fordert Rogentin und kritisiert: "Aber stattdessen erhält eine so große Ski-Nation wie die Schweiz nur zwei Fixplätze mehr als Liechtenstein. Das ist meines Erachtens nicht gerecht."
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Wörndl plädiert für WM-Startplatzänderung

Mit seiner Meinung steht Rogentin nicht alleine dar. Swiss-Ski-Präsident Urs Lehmann sieht es ähnlich - und auch Ex-Weltmeister Wörndl plädiert für eine Änderung des WM-Startplatzreglements der FIS:
Die Top 30 der Weltrangliste sollen unabhängig von ihrer Nationalität bei der WM am Start stehen. Basta!
Im Super-G zumindest hat Rogentin seine WM-Teilnahme sicher, heimste er bei den Weltcuprennen in Wengen und Kitzbühel doch Podestplätze ein. Ob es für die WM-Abfahrt reicht, wird sich zeigen. Falls nicht, so ist gewiss, dürfte seine Kritik noch lauter werden.

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Quelle: Eurosport


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