Sturz-Tod von Ski-Abfahrer Matteo Franzoso: Ski-Weltverband FIS reagiert auf tragischen Unfall des Italieners in Chile

Der tragische Tod des italienischen Abfahrers Matteo Franzoso sorgte im alpinen Skisport für große Bestürzung - aber auch für Vorwürfe und grundlegende Sicherheitsbedenken in Richtung des Ski-Weltverbands. Die FIS äußerte sich nun einige Tage nach dem Todesfall in einer Pressemitteilung und brachte neben Beileidsbekundungen auch den Anspruch zum Ausdruck, für mehr Sicherheit sorgen zu wollen.

Matteo Franzoso stürzte tödlich beim Abfahrtstraining in Chile

Fotocredit: Getty Images

"Eines ist klar: Das Streben nach Leistung darf niemals die Priorität der Sicherheit in den Hintergrund drängen", hieß es in dem Statement des Verbands.
Die FIS kündigte an, dass man gemeinsam mit der "Athlete Health Unit" weitere Maßnahmen für eine verbesserte Sicherheit der Athleten einbringen möchte - konkrete Wege wurden jedoch noch nicht bekanntgegeben.
"Durch die AHU verstärkt die FIS einen wissenschaftlichen und systematischen Ansatz für das Wohlbefinden der Athleten, der in enger Zusammenarbeit mit unseren Partnern weiter an Tiefe und Umfang gewinnen wird", kündigte die FIS an. "Hier verfolgen wir den neuesten Stand der Technik bei Innovationen wie Airbags und elektronischen Auslösungsbindungen sowie Helmtechnologie, die mehreren Stößen standhält."
Nach dem tödlichen Unfall Franzosos im Trainingslager in Chile erhoben zahlreiche aktive Fahrer und Experten Vorwürfe. Dazu zählten Alexis Pinturault, Felix Neureuther und Adrian Theaux. Der Tenor: Es muss sich etwas ändern.

Tödlicher Sturz: mehr Sicherheit im TRaining gefordert

Dabei gehe es vor allem darum, höhere Sicherheitsstandards auch im Training zu implementieren. Theaux kritisierte zudem das zu schnelle Material, das die Gesundheit zusätzlich gefährde. Wichtig wäre, dass sich nun auch verschiedene Parteien gemeinsam an einen Tisch setzen, um Entscheidungen zu treffen.
Genau dies kündigte die FIS an: "Sichere Trainingsbedingungen und der Schutz von Wettkämpfen erfordern nicht nur Bewusstsein, sondern auch ein festes und gemeinsames Engagement der gesamten Skifamilie. Nur wenn wir gemeinsam handeln, können wir Bedingungen schaffen, unter denen die Sicherheit nicht beeinträchtigt wird."
Die AHU als FIS-Abteilung existiert erst seit wenigen Jahren, der Dialog innerhalb dieser Gruppe und mit anderen Beteiligten soll nun verstärkt werden: "In den kommenden Wochen wird die FIS den Dialog mit ihren Interessengruppen weiter intensivieren, wobei stets ein einziger Leitgedanke im Vordergrund steht: Das Wohlergehen und die Sicherheit der Athleten müssen an erster Stelle stehen."
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Quelle: Eurosport


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