Sun Valley - Lara Gut-Behrami nach Super-G-Sieg von Pirmin Zurbriggen geadelt: "Was sie gezeigt hat, ist sackstark"
Publiziert 25/03/2025 um 12:32 GMT+1 Uhr
Ex-Skifahrer Pirmin Zurbriggen hat sich äußerst positiv über seine Landsfrau Lara Gut-Behrami geäußert. Ihre Leistung im Super-G von Sun Valley bezeichnete Zurbriggen als "phänomenal". Dennoch glaubt der 62-Jährige nicht daran, dass Gut-Behrami in der nächsten Saison alles dominieren wird.
Husarenritt! Gut-Behrami mit Fabelzeit zur kleinen Kugel
Quelle: Eurosport
1,29 Sekunden: Der Vorsprung von Lara Gut-Behrami im Super-G von Sun Valley auf die Zweite Lindsey Vonn beeindruckte am Sonntag die Ski-Welt. Auch der ehemalige Olympiasieger Zurbriggen ist von der Leistung der Tessinerin angetan.
"Was Lara gezeigt hat, war phänomenal. Schon in den ersten drei Toren wurde mir klar, dass sie die Piste attackieren will - und nicht umgekehrt", sagte der 62-Jährige dem "Blick". Sie sei der Konkurrenz "um die Ohren gefahren", sagte Zurbriggen.
Mit den männlichen Fahrern wollte der Schweizer Gut-Behrami allerdings nicht direkt vergleichen -auch wenn das aufgrund der gleichen Piste für Herren und Damen in Sun Valley durchaus möglich gewesen wäre. Mit ihrer Siegerzeit wäre Gut-Behrami beim am selben Tag ausgetragenen Herren-Rennen auf Rang zehn gelandet, noch vor Stars wie Nils Allègre oder Loic Meillard.
"Das ist eine Spielerei. Ich kritisiere Lara nicht, im Gegenteil. Was sie gezeigt hat, ist sackstark. Aber die Männer mussten erstmals in diesem Winter mit Super-G-Radien, die es sonst nur bei Frauen-Rennen gibt, klarkommen", meinte Zurbriggen. Außerdem sei deren Material für diese Radien noch nicht optimiert. "Darum kann man die Zeiten auch nicht vergleichen", meinte der Walliser.
Von Allmen schimpft: "Was für ein Scheiß"
Zurbriggens Analyse zur Piste deckt sich mit den Aussagen von Franjo von Allmen. Der Schweizer zeigte sich von der Strecke überrascht. "Es war fast ein bisschen mühsam, es ging dermassen um die Ecke", sagte der Abfahrtsweltmeister von Saalbach gegenüber dem "SRF". Bei der Besichtigung habe er gedacht: "Was für ein Scheiß."
Die Leistung von Gut-Behrami soll das allerdings nicht schmälern. Der Sieg in Sun Valley brachte Gut-Behrami die kleine Kristallkugel für die beste Fahrerin im Super-G in der Saison 2024/2025 ein. Im letzten Rennen überholte die Schweizerin noch ihre Konkurrentin Federica Brignone. Die Italienerin wurde nur Dritte. Dafür gewann die 34-Jährige den Gesamtweltcup und somit die große Kristallkugel - vor Vorjahressiegerin Gut-Behrami.
Für Zurbriggen ist die Willensleistung von Gut-Behrami im letzten Rennen indes keine Überraschung. "Wenn man so lange dabei ist wie Lara, kann man nicht immer Kopf und Kragen riskieren. Sie hat die Fähigkeit, dies in für sie richtigen Momenten zu tun - so wie in Sun Valley", analysierte der ehemalige Speedfahrer und zieht Parallelen mit einem anderen Superstar des Skisports.
Zurbriggen warnt Ski-Alt-Stars um Gut-Behrami
Auch Marco Odermatt sei "ein Meister der Selbsteinschätzung. Das zeichnet Champions wie Lara und ihn aus", sagte Zurbriggen.
Trotz des Lobes bremst der viermalige Weltmeister die Erwartungen an Gut-Behrami in der nächsten und für sie wohl letzte Saison. Brignone (34), Vonn (40) und Gut-Behrami (33) zeigen laut dem 62-Jährigen zwar "eindrücklich, was auch in hohem Alter noch möglich ist. Die Erfahrung hilft, keine Frage".
Man dürfe sich aber auch nichts vormachen, so der Schweizer: "Irgendwann kommen Jüngere, die die Latte auf einmal höher legen. Das war schon immer so und wird immer so bleiben."
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Quelle: Eurosport
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