Sicherheitsdebatte nach Horror-Stürzen: Was FIS-Renndirektor Hannes Trinkl verbieten will und welche Pläne er hat
VonLukas Fegers
Publiziert 28/01/2025 um 12:53 GMT+1 Uhr
Ob beim Frauen-Rennen in Garmisch-Partenkirchen oder beim Weltcup-Klassiker der Männer in Kitzbühel: Auch das vergangene Wochenende zeigte neben sportlichen Höchstleistungen mal wieder eines - schwere Stürze. Diese befeuerten erneut die Sicherheitsdebatte im alpinen Wintersport. Jetzt äußerte sich FIS-Renndirektor Hannes Trinkl in einer Talkrunde auf "ServusTV" und schilderte mögliche Maßnahmen.
Schwerer Sturz von Pinturault auf der Streif: "Schaut nicht gut aus"
Quelle: Eurosport
Jeder Sturz, wie derjenige des Franzosen Alexis Pinturault in Kitzbühel, werde analysiert, betonte Trinkl am Montagabend und kündigte an: "Nächste Saison wollen wir schon einige Dinge umsetzen."
Konkret könnte in bestimmten Passagen der Pisten die Geschwindigkeit reduziert und weniger Wasser verwendet werden, so der Abfahrtsweltmeister von 2001. Insbesondere aber bei Rennanzügen und Carbonschienen sieht Trinkl offenbar das größte Potenzial, die Sturzgefahr zu verringern.
"Carbonschienen wollen und müssen wir verbieten", sagte der 56-Jährige laut der "Kronen-Zeitung" in der "ServusTV"-Talkrunde.
Rennanzüge hingegen seien "das Um und Auf, da kann einiges umgesetzt werden. Es gibt Materialien, die den Athleten etwas langsamer machen, der Stoff kann dicker und wärmer werden, oder Schnitte im Rennanzug - das probieren wir, so schnell wie möglich umzusetzen."
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FIS-Renndirektor Hannes Trinkl will die Sicherheit erhöhen.
Fotocredit: Getty Images
FIS will Athletinnen und Athleten mit einbinden
Auch das Kantentuning sei ein Aspekt, der Trinkl zufolge entschärft werden müsse. Hier könnte ein "Soforteffekt" erzielt werden.
Beim Airbag, der viele Skirennfahrerinnen und Skirennfahrer bislang noch nicht überzeugt, könnte "mittelfristig" viel gemacht werden, so der FIS-Renndirektor.
Im Ski-alpin sei die Ausbildung "ebenso enorm wichtig. Wenn man Abfahrten trainiert und Hänge sperrt, muss auch ein Rettungshubschrauber bereitstehen. Das ist auch mit Kosten verbunden."
Um die Sturzgefahr zu verringern, sei es bei den möglichen Plänen sehr wichtig, die Athletinnen und Athleten mit einzubinden, betonte Trinkl abschließend: "Die müssen sich den ganzen Sommer darauf einstellen können."
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