Severin Freund in Oberstdorf 2021
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Weltcup-Spitzenreiter Karl Geiger hat in der Qualifikation zum Auftaktspringen der 70. Vierschanzentournee in Oberstdorf viel Selbstvertrauen getankt.
Der Lokalmatador landete bei wechselhaften Windverhältnissen mit 127,5 m (144,9 Punkte) auf Platz zwei und darf am Mittwoch (16:30 Uhr live bei Eurosport und im
Liveticker) mit einem guten Gefühl in die "Mission Tourneesieg" starten. "Er hat leichte Fehler gemacht, aber er ist definitiv bereit", analysierte Experte Werner Schuster bei
Eurosport.
"Wer Kobayashi morgen schlagen will, muss alles zeigen", meinte Eurosport-Experte Martin Schmitt: "Da muss Karl die Kante treffen." Im K.o.-Springen am Mittwoch trifft Geiger auf den Tschechen Viktor Polasek.
Der sechsmalige Weltmeister Markus Eisenbichler (Siegsdorf) sprang die Tageshöchstweite von 132,0 m (140,1 Pkt.) und wurde wegen einer schlechten Landung Sechster. "Die Landung hat mich echt brutal genervt. Ich habe zurzeit ein bisschen Probleme mit der Symmetrie. An sich würde der Sprung schon ganz okay laufen, aber es ist noch nicht ganz optimal", sagte er in der "ARD".
"Er ist bereit": Geiger erwischt glänzenden Start in die Tournee
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Oberstdorf-Quali: Freund lange in Führung
Für die größte Überraschung des Tages sorgte ein anderer: Ex-Weltmeister Severin Freund (Rastbüchl), der sich über gute Leistungen im Continental Cup einen Startplatz gesichert hatte, wurde starker Neunter (137,6 Pkt.). "Er hat sich eindrucksvoll zurückgemeldet und gezeigt, dass er zurecht im Team steht", lobte Schmitt.
Starkes Comeback: Freund freut sich über Top-Sprung in der Quali
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Freund verbrachte einige Minuten in der Leaderbox. Der ehemalige Gesamtweltcupsieger, der sich über den B-Kader zur Vierschanzentournee kämpfen musste, sprang mit Nummer zwei auf 126,0 m und wurde erst von der Nummer 55 (Johann André Forfang) von 70 Startern in der Quali überholt.
"Die Quote im Continental-Cup macht man auch nicht mit einem Bein - das ist auch ein harter Fight. Deswegen bin ich mit dem Tag sehr zufrieden, und wir warten einfach mal, was so passiert", meinte Freund bei Eurosport.
Er wolle nun "einfach relaxed bleiben und weiter am Sprung arbeiten. Das Gute von heute will ich mitnehmen und morgen dann hoffentlich drei schöne Sprünge zeigen." Im K.o.-Duell ist Freund gegen den Russen Roman Trofimov favorisiert.
Schmitt von Freund-Rückkehr begeistert: "Die Form passt"
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Vierschanzentournee: Wellinger enttäuscht in Qualifikation
Die Qualifikation war nach 15 von 70 Springern zunächst für eine Weile unterbrochen worden, da die Windgeschwindigkeiten mit teils 13 Metern pro Sekunde zu hoch wurden.
"Es war schwer zu springen", meinte Eurosport-Experte Martin Schmitt.
"Er zieht's noch durch": Eisenbichler segelt zur Quali-Bestweite
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Eine herbe Enttäuschung erlebte Andreas Wellinger (Ruhpolding), der nur auf 108,0 m (106,0) kam und als 51. hauchdünn die Qualifikation verpasste. Neben dem Olympiasieger scheiterte auch Timi Zajc (Slowenien/109,5 m/104,5) überraschend in der Qualifikation.
Heftiger Rückschlag zum Auftakt: Wellinger verpasst die Quali
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Oberstdorf: Sechs Deutsche dabei - Quali-Sieg für Kobayashi
Insgesamt qualifizierten sich sechs DSV-Adler für den Wettbewerb auf der Schattenbergschanze.
Pius Paschke (Kiefersfelden) wurde 17. (122,0 m/130,0), Constantin Schmid (Oberaudorf) als 20. (122,5 m/127,2) und Stephan Leyhe (Willingen) als 38. (118,0 m/117,6) dürfen am Mittwoch ebenfalls angreifen.
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Der japanische Topfavorit Ryoyu Kobayashi (129,0 m/143,8) holte sich souverän den Quali-Sieg. "Ihn hat sein Absprung gerettet", analysierte Eurosport-Experte Schuster den Sprung des Gesamtsiegers von 2018/19. Insgesamt sah Schuster zwischen Kobayashi und Geiger einen "Schlagabtausch auf höchstem Niveau".
Dank starkem Absprung: Kobayashi fliegt in Oberstdorf zum Quali-Sieg
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Am Mittwoch werde das "eine heiße Kiste", so Schuster: "Wenn ich deutscher Trainer bin, dann sag ich 'Karl, wenn du den Absprung triffst, hast du den Kobayashi in der Tasche.' Geiger hat den größeren Fehler gemacht und ist trotzdem so dicht dran an Kobayashi."
Dritte wurden punktgleich die beiden Norweger Halvor Egner Granerud (126,5 m) und Forfang (132,0 m/beide 144,5). Granerud winkte nach seiner Landung trotz zwischenzeitlicher Führung ab, was Schuster gar nicht schmeckte. "Das macht man nicht, das ist respektlos", tadelte der 52-Jährige den ehrgeizigen Gesamtweltcupsieger von 2020/21.
Abfällige Geste: Schuster kritisiert Granerud
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Diskussionen um Prevc-Sturz
Anders als gewohnt nahm keine nationale Gruppe teil, die "zweite Reihe" der DSV-Adler wird erst beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen an den Start gehen.
Für Diskussionen sorgte zuvor ein schwerer Trainingssturz von Cene Prevc (Slowenien), dessen progressiver "Slatnar"-Ski
sich bei der Landung in den Aufsprunghang gebohrt hatte.
In der Quali hatte Prevc mit 126,0 m (133,1) und Platz 14 dann weniger Probleme mit seinem Material. Brisant: Am Mittwoch trifft Prevc im Duell auf den dreimaligen Vierschanzentourneesieger Kamil Stoch (Polen/117,0 m/118,1), der nur 37. wurde.
"Wahnsinnssituation": Schmitt und Schuster sehen Prevc-Sturz sehr kritisch
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(mit SID)
Schmitt und Schuster analysieren: Das sind die Lehren der Quali
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