Skisprung-Skandal um Norwegen bei Nordischer Ski-WM: FIS zieht Konsequenzen - das ändert sich jetzt im Weltcup
Update 13/03/2025 um 15:43 GMT+1 Uhr
Der Weltverband FIS hat aus dem Skandal um die Anzugsmanipulation der norwegischen Skispringer bei der Nordischen Ski-WM in Trondheim Konsequenzen gezogen. Mit Beginn der Raw-Air-Serie in Oslo "bis Ende der Saison wird es nur noch einen Anzug pro Springer geben", sagte FIS-Renndirektor Sandro Pertile. Dieser müsse aus den bisher verwendeten und bereits gechippten Weltcup-Anzügen gewählt werden.
Pertile gibt Update im Skisprung-Skandal: "Prüfen jetzt mehr Dinge"
Quelle: Eurosport
Im Hinblick auf den modifizierten Ablauf der Kontrolle der Anzüge vor den Wettkämpfen werde man "sehr schnell reagieren", führte Sandro Pertile auf Nachfrage von Eurosport aus. Den genauen Prozess müsse man an jedem Weltcup-Ort exakt definieren.
Der Plan sehe vor, "dass die FIS die Anzüge verwahrt und jeder Springer ungefähr eine halbe Stunde vor dem Training oder dem Wettkampf seinen abholen kann.
Generell wird die FIS die Anzüge nicht unter Verschluss nehmen. Nach dem Ende der Raw-Air-Serie werden "die Teams sie selbst von Vikersund nach Lahti transportieren, in Lahti werden alle Teilnehmer vor den Wettkämpfen umfassend kontrolliert", gab der Verband bekannt.
Alle Athleten müssen ihren Anzug innerhalb von 30 Minuten nach dem Sprung zum Ausrüstungskontrolleur der FIS zurückbringen", verkündete der Weltverband in einer Mitteilung.
Pertile: "Das Level der Fairness verbessern"
"Auf der einen Seite ist es unser Ziel, das Level der Fairness zu verbessern. Auf der anderen Seite bin ich ziemlich sicher, dass alle unsere Teams absolut bereit sind, ohne jede Diskussion etwas zu verändern", so Pertile.
Darüber hinaus sei man nun "in der Position, zusätzliche Checks zu machen", betonte der Italiener. "Aus den Vorfällen vom Samstag haben wir viel gelernt und wir können jetzt mehr Dinge überprüfen als zuvor."
Eine Ausnahme bei der Ein-Anzug-Regel
Das neue Vorgehen beschränke sich "aus logistischen Gründen" zunächst nur auf den Männerbereich. "Wir werden jeden Athleten in dem Anzug vermessen, den er im Wettbewerb nutzt", erläuterte Pertile vor Medienvertretern in Oslo.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2025/03/08/4107060-83278848-2560-1440.png)
Schmitt-Analyse zum Anzugskandal: "Hier wird aktiv versucht zu manipulieren"
Quelle: Eurosport
Vom Ein-Anzug-Prinzip pro Springer dürfe nur mit einer Ausnahme abgewichen werden. "Ein zweiter Anzug kann als Ersatz bereitgestellt werden für den Fall, dass am anderen irreparable Schäden entstehen", schrieb die FIS in einer Mitteilung.
Pertile: "Untersuchung läuft extrem gut"
Derweil ist die FIS Ethik- und Compliance-Komittees weiter dabei, den Skandal auszuleuchten - was Pertile vielsagend kommentierte: "Die Untersuchung läuft extrem gut und ich bin ziemlich sicher, dass wir sehr interessante Ergebnisse bekommen werden."
/origin-imgresizer.eurosport.com/2025/03/13/4108650-83310653-2560-1440.jpg)
Thurnbichler exklusiv zum Skandal: Suspendierungen sind richtig
Quelle: Eurosport
Marius Lindvik, Weltmeister von der Normalschanze, und Johann Andre Forfang waren am Samstag nach dem WM-Springen von der Großschanze wegen "Manipulation des Anzugs" disqualifiziert worden.
Kein Zeitlimit bei Suspendierungen für Lindvik und Forfang
Der Skandal kam ins Rollen, Marius Lindvik und sein Teamkollege Johann André Forfang wurden ebenso suspendiert wie Cheftrainer Magnus Brevik, Assistenztrainer Thomas Lobben und Servicemitarbeiter Adrian Livelten.
Am Tag des Raw-Air-Starts in Oslo kamen schließlich die Suspendierungen der norwegischen Skispringer Robert Johansson, Kristoffer Eriksen Sundal und Robin Pedersen hinzu.
Wie lange die Suspendierungen andauern, ist völlig offen. "Es gibt kein Limit", erklärte Pertile. Man müsse die Untersuchungsergebnisse abwarten.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2025/03/08/4106997-83277593-2560-1440.jpg)
FIS-Renndirektor Pertile zu Norweger-Eklat: "Kein guter Moment"
Quelle: Eurosport
Die Raw Air 2025 live bei discovery+ | Hol dir ein Abo ab 4,99 Euro und erlebe die Raw Air der Männer und Frauen vom 13.3. bis 16.3. mit unseren Experten Werner Schuster und Hans-Peter Pohl in voller Länge live und auf Abruf. Direkt zu unserer Streaming-Plattform discovery+.
Das könnte Dich auch interessieren: "Ganzes Feld disqualifizieren": Ex-Weltmeister überrascht mit Aussagen
/origin-imgresizer.eurosport.com/2025/03/09/4107424-83286133-2560-1440.jpg)
Norwegens Sportchef redet sich raus: "Ich habe nichts gewusst"
Quelle: Eurosport
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung