Nach der ersten Session stand es zwischen Ronnie O'Sullivan und Anthony McGill 4:4. Dabei hatte der Weltmeister furios begonnen, war mit 4:1 in Führung gegangen und spielte unter anderem zwei Century Breaks. Doch McGill entschied die drei verbliebenen Durchgänge für sich.
In der zweiten Session übernahm der letztjährige WM-Halbfinalist aus Schottland sofort das Kommando. Mit einer 71 sicherte er sich den neunten Frame, in dem O'Sullivan den kontrovers diskutierten Anstoß von Mark Williams kopierte und den Spielball über die Fußbande nahe an die Roten legte. Danach stürmte McGill mit Breaks von 126 und 89 Punkten auf 8:4 davon.

O'Sullivan chancenlos: McGill brilliert mit erstem Crucible-Century

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Damit holte sich der 30-Jährige also sieben Frames in Folge. O'Sullivan, der insgesamt nur 34 Punkte in den ersten vier Durchgängen der zweiten Session machte, tat die anschließende Pause sichtlich gut. Der Titelverteidiger kam mit einer 92 zurück aus dem Interval und verkürzte seinen Rückstand.
Doch McGill blieb weiterhin gnadenlos, spielte grandioses Snooker und nutzte alle Chancen, die O'Sullivan ihm bot. Der "Glasgow Gladiator" zog mit Breaks von 105 und 56 Punkten auf 10:5 davon. Dank einer 69 im 16. Frame hielt O'Sullivan seine Chancen auf das Erreichen des Viertelfinals noch am Leben.

Snooker-WM: Wilson und Hawkins mit Startschwierigkeiten

Zwischen Kyren Wilson und Barry Hawkins steht es nach der ersten Session 4:4. Wilson gewann dabei einen umkämpften ersten Frame, Hawkins holte sich mit Breaks von 65 und 82 Punkten die nächsten beiden Durchgänge. Doch Wilson glich mit einer 54 zum 2:2 aus.
Beide Kontrahenten taten sich zu Beginn des Matches sichtlich schwer, machten ungewohnt viele einfache Fehler und konnten nur selten lange Einsteiger lochen. Am Ende der Session lag Hawkins bei einer Locherfolgsquote von 50 Prozent bei den langen Bällen, Wilson sogar nur bei 33.

"Was für eine Fortsetzung": Hawkins locht trotz Stellungsfehler

Nach dem Interval fanden Hawkins und Wilson ihren Rhythmus aber besser. Hawkins spielte Breaks von 89 und 123 Punkten, Wilson von 107 und 63. Damit ist nach den ersten acht Frames noch alles offen.
Die zweite Session dieses Matches findet dann bereits am Abend statt. Der Sieger der Partie, die am Samstagnachmittag entschieden wird, trifft im Viertelfinale auf den Gewinner des Duells zwischen Neil Robertson und Jack Lisowski. Dort führt der Australier nach der zweiten Session mit 9:7.

Hawkins zieht Wilson nach verschossener Roten auf: "War nah dran"

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