Dabei stellte er die Bedeutung heraus, die der Weltranglistenerste für seine Entwicklung hatte. "Er war immer so gut zu mir in seiner Karriere. Er hat mit mir trainiert als ich jung war, um Dinge von ihm zu lernen", dankte Trump seinem Kontrahenten nach dem Endspiel. Schon vor dem Finale hatte er im Interview mit Eurosport gesagt: "Er war immer ein Vorbild. Ich habe zu ihm aufgeschaut. Ich wollte immer so spielen wie er. Das war immer mein Traum."
Worte, die O'Sullivan nach dem Match bei einer innigen Umarmung mit Trump zu Tränen rührten. Durch den siebten Titel im Crucible Theatre zu Sheffield schloss der 46-Jährige am Montagabend zu Stephen Hendry auf, der von vielen Snooker-Fans nach wie vor als der "GOAT" bezeichnet wird. Der viermalige Weltmeister John Higgins sagte bereits vor dem Endspiel, es gäbe für ihn "keine Diskussion", dass O'Sullivan der beste Spieler sei, der jemals einen Queue in die Hand genommen hatte.
Auch Trump adelte den Mann aus Wordsley nach Duell in Sheffield nun: "Er wird als der beste Spieler aller Zeiten in die Geschichte eingehen." In den Augen des 32-Jährigen setzte sich O'Sullivan auch in diesem Jahr hochverdient durch. "Er war mit Abstand der beste Spieler in diesem Turnier", sagte Trump im Interview nach dem Match.
Snooker-WM
Emotionen pur: O’Sullivan holt sich Rekord-Titel Nummer sieben
02/05/2022 AM 21:12
Auf dem Weg ins Endspiel bei der Snooker-WM hatte der Weltranglistenerste David Gilbert, Mark Allen, Stephen Maguire und im "Klassiker" auch Higgins ausgeschaltet. O'Sullivan selbst bezeichnete den siebten Titel als "bestes Ergebnis" seiner Karriere - und das trotz seiner 46 Jahre. Schon vor 21 Jahren feierte "The Rocket" seinen ersten Titel im Crucible Theatre.

Trump dank irrem Fluke zum Rekord-Century

Trump scherzt mit Zuschauern nach WM-Finale

"Er wird immer besser", huldigte Trump nach dem Finale und lobte vor allen Dingen die Konstanz seines Landsmanns: "Seine Entschlossenheit und seine Hingabe kann man am Tisch sehen. Er hat kaum einen Ball verfehlt in den 31 Frames." Entsprechend dominant trat O'Sullivan von Beginn des Finals an auf. Nach zwei Sessions führte er bereits komfortabel 12:5.
Erst in der dritten Session am Montag taute Trump auf, verkürzte nach einer starken Vorstellung auf 11:14 und ließ noch einmal Spannung aufkommen. "Ich bin einfach froh, dass ich heute Nachmittag so etwas wie ein Match daraus machen konnte", sagte der Weltmeister von 2019 im Crucible Theatre lachend, der trotz der drohenden Niederlage Spaß versprühte.
"Es war eine reine Freude für mich hier zu spielen, alles zu geben. Ich habe nur versucht, mit einem Lächeln auf den Lippen zu spielen. Ich genieße meinen Snooker wieder", verriet Trump am Montagabend unter tosendem Applaus der Zuschauer in Sheffield und hatte auch noch eine Botschaft an die Fans in England. Denn: Vor der Weltmeisterschaft hatte der 32-Jährige vorgeschlagen, die WM in Zukunft an einem anderen Ort auszutragen.
Doch nach dem Endspiel änderte Trump seine Meinung über das legendäre Theater, das der Snooker-WM seit 1977 als Austragungsort dient: "Ich denke, ich hatte Unrecht, als ich gesagt habe, das Finale müsste vom Crucible weg. Es sollte definitiv hier bleiben."
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Emotionaler Moment: O'Sullivan umarmt Trump lange

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