Erst vor wenigen Tagen hatte Jimmy White gesagt, im Snooker könne man "so lange spielen, wie man möchte". Allerdings hatte "The Rocket" schon während des Turniers erklärt, nach dem WM-Finale eine Snooker-Pause einlegen zu wollen. "Dieses Turnier bedeutet 17 Tage Stress. Ich brauche einen Detox", hatte der 46-Jährige verkündet.
Schon nach dem Endspiel im Crucible Theatre deutete O'Sullivan an, wie anstrengend das Turnier für ihn sei - obwohl sich der Mann aus Wordsley aufgrund seines Lauftrainings in einer guten Verfassung befindet. Nun sagte O'Sullivan in der "Times": "Ich habe es akzeptiert, dass ich drei Wochen meines Jahres an meine Belastungsgrenze gehen muss - und das ist ein kleiner Preis, den ich zahlen muss." Dennoch sei es für ihn "schwer zu widerstehen, hier her zu kommen".
O'Sullivan deutete an, auch in den kommenden Jahren noch in Sheffield anzutreten. "Ich könnte wahrscheinlich bis Mitte 50 spielen, wenn ich möchte", sagte der Weltranglistenerste, schränkte allerdings ein: "Turniere wie diese werden in diesem Alter wahrscheinlich ziemlich anstrengend sein. Ich könnte mit Mitte 50 wahrscheinlich ein oder zwei Matches gewinnen, aber ich hätte keine Chance, das Turnier für mich zu entscheiden."
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Auf dem Weg zum siebten Titel hatte O'Sullivan fünf Duelle in knapp zweieinhalb Wochen bestritten, dabei David Gilbert, Mark Allen, Stephen Maguire, John Higgins und schlussendlich auch Judd Trump bezwungen.

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Trump: O'Sullivan wird "immer besser"

"Es ist eine große Erleichterung. Es ist ein wirklich hartes Turnier, eine lange Reise", sagte O'Sullivan nach dem Triumph. Doch trotz aller Anstrengungen dominierte er in Sheffield weitgehend nach Belieben.
Finalgegner Judd Trump lobte nach dem Match: "Er war mit Abstand der beste Spieler in diesem Turnier", und erkannte an, sein Landsmann würde im Alter "immer besser werden".
O'Sullivan krönte sich am Montagabend durch das 18:13 im Endspiel gegen Trump aber nicht nur zum ältesten Champion im Crucible Theatre.
"The Rocket" feierte in der legendären Arena, die der Snooker-WM seit 1977 als Austragungsort dient, seinen siebten WM-Titel. Damit zog er mit der Marke des legendären Stephen Hendry gleich. Schon vor 21 Jahren hatte der 46 Jahre alte Engländer erstmals bei der Snooker-WM triumphiert.
Nun dürfen die Fans darauf hoffen, dass der siebte Titel nicht der letzte in der Karriere des Ronnie O'Sullivan war.
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