Novak Djokovic zum Tennis-Zoff zwischen PTPA und den Verbänden: "Einige Formulierungen vielleicht etwas zu stark"
Novak Djokovic hat sich auf der Pressekonferenz vor seinem Auftaktmatch beim ATP Masters in Indian Wells zur spektakulären Klagewelle der von ihm mitgegründeten Spielergewerkschaft PTPA geäußert. "Es gibt Dinge in der Klage, mit denen ich einverstanden bin - und solche, mit denen ich nicht einverstanden bin", erklärte der Serbe. Einige Formulierungen seien "vielleicht etwas zu stark" ausgefallen.
Djokovic will im Konflikt "für die Spieler kämpfen“
Quelle: Perform
Die PTPA hat die ATP, WTA, den Weltverband ITF und die Tennis Integrity Agency (ITIA) mit schweren Vorwürfen überzogen. Es ist von Korruption, Gesundheitsgefährdung, fehlender Achtung der Menschenwürde oder auch illegalen Praktiken die Rede.
"Das ist ein klassischer Rechtsstreit, von Anwalt zu Anwalt", bemühte sich Novak Djokovic um eine Erklärung für die teils harsche Wortwahl in den Klagen.
Manches darin sei aus seiner Sicht zu drastisch formuliert worden, aber "das Anwaltsteam weiß, was es tut und welche Terminologien es verwenden muss, um die richtige Wirkung zu erzielen".
Bei den Adressaten löste die Vorwürfe Unverständnis und Ärger aus. Die PTPA (Professional Tennis Player Association) habe "konsequent Spaltung und Ablenkung durch Fehlinformationen dem Fortschritt vorgezogen", konterte die für die Männer zuständige ATP (Association of Tennis Professionals). Die WTA (Women's Tennis Association) kanzelte den juristischen Angriff wiederum als "bedauerlich und fehlgeleitet" ab.
Djokovic stellt klar: "Kein Befürworter von Spaltungen"
Djokovic versuchte, die Wogen ein wenig zu glätten. Er sei nie "ein Fan und Befürworter von Spaltungen in unserem Sport" gewesen, "aber ich habe immer für eine bessere Repräsentation, einen größeren Einfluss und eine bessere Positionierung der Spieler auf globaler Ebene gekämpft".
Man sei in dieser Hinsicht noch immer nicht am Ziel. Das gelte "nicht nur im Bezug auf das Preisgeld, sondern auch auf viele andere Punkte, die ebenfalls in diesem Dokument genannt wurden".
Djokovic: Darum habe ich den Brief nicht unterschrieben
Den Brief, in dem die PTPA ihre Kritik und ihren Standpunkt deutlich machte, unterschrieb der Serbe nicht, obwohl er 2020 bei Gründung der Gewerkschaft dabei war. "Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich unterschreiben muss, denn ich möchte, dass andere Spieler sich engagieren. Ich war in der Tennispolitik schon sehr aktiv", ließ Djokovic wissen.
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Djokovic: "Keine Entschuldigung" für Indian-Wells-Pleite
Quelle: Perform
Wie es nun weitergehen soll? Der Rekord-Grand-Slam-Champion setzt auf Teamarbeit. "Ich hoffe wirklich, dass alle Verbände inklusive der PTPA sich zusammensetzen und diese Probleme lösen." Es ist allerdings fraglich, ob es kommen wird, nachdem der Ton dermaßen rau geworden ist.
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