Carlos Alcaraz' Trainer Samuel López exklusiv: "Er muss noch begreifen, dass solche Äußerungen Auswirkungen haben"

Carlos Alcaraz scheiterte beim ATP Masters in Miami überraschend früh an Sebastian Korda (USA). Während der Begegnung hatte der Spanier über mangelnde Energie geklagt und laut gesagt, dass er nach Hause will. Bei seinem neuen Coach Samuel López stieß Alcaraz' Verhalten auf wenig Gegenliebe. Im exklusiven Eurosport-Interview verrät López, was sein Schützling noch lernen muss.

Highlights: Alcaraz scheidet überraschend gegen Korda aus

Quelle: SNTV

"Er ist 22 Jahre alt und muss begreifen, dass solche Äußerungen große Auswirkungen haben, vor allem in puncto Außenwirkung", sagt López im exklusiven Gespräch mit Eurosport Spanien. Er führt aus: "Intern wussten wir, wie die Situation war, aber er muss versuchen, diese Impulse zu kontrollieren, vor allem gegenüber dem Gegner. Er darf diese Schwächen nicht zeigen."
Zum Hintergrund: Als Alcaraz im Drittrundenmatch zu Beginn des zweiten Satzes von Kontrahent Sebastian Korda gebreakt wurde, klagte er lautstark in Richtung seiner Box: "Ich kann nicht mehr, ich will nach Hause."
Nach der überraschenden Niederlage (3:6, 7:5, 4:6) erklärte der siebenmalige Grand-Slam-Sieger, dass ihm eine Pause und ein wenig Zeit mit der Familie in Spanien nach den zuletzt aufreibenden Wochen nun sehr gelegen kommt.
Trotz aller Kritik möchte López die kuriosen Aussagen des Weltranglistenersten aber auch nicht zu sehr auf die Goldwaage legen: "Das ist einfach seine Art, sich auszudrücken und Spannungen und angestaute Müdigkeit abzubauen. Wir sollten dem nicht zu viel Bedeutung beimessen."

López kontert Mouratoglou-Theorie

Dass für Alcaraz in Miami vorzeitig Schluss war, sorgte in der Szene jedenfalls für Stirnrunzeln, Star-Trainer Patrick Mouratoglou veranlasste der Auftritt gegen Korda zu einer kontroversen Theorie: "Ich habe das Gefühl, dass Alcaraz sich langweilt", mutmaßte Mouratoglou in einem Video-Beitrag auf seinem Instagram-Account.
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Carlos Alcaraz scheiterte beim ATP Masters in Miami bereits in Runde drei

Fotocredit: Getty Images

Er ergänzte: "Er hat bereits sieben Grand-Slam-Titel und ich habe das Gefühl, dass ihn die Masters-Turniere, von denen er schon so viele gewonnen hat, nicht mehr sonderlich interessieren."
Eine Hypothese, der Alcaraz-Coach López widersprach: "Ich glaube nicht, dass es Carlos jemals langweilig werden wird, Endspiele zu erreichen, oder dass er das Gefühl haben könnte, dass ihm alles zu leicht fällt. Ganz und gar nicht. Bei jedem Turnier hat er die Ambition zu gewinnen, auch wenn wir wissen, dass das unmöglich ist."
López stieß zu Beginn des vergangenen Jahres zum Trainerteam des Ausnahmespielers. Nachdem sich Alcaraz im Dezember 2025 unerwartet von seinem langjährigen Erfolgscoach Juan Carlos Ferrero getrennt hatte, stieg López zum Cheftrainer auf.
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Highlights: Zverev scheitert erneut an Sinner

Quelle: Perform


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