ATP Masters Paris 2025: Alexander Zverev im Halbfinale komplett chancenlos gegen überragenden Jannik Sinner

Alexander Zverev stand im Halbfinale des ATP Masters von Paris gegen Jannik Sinner beim 0:6, 1:6 auf verlorenem Posten. Der Titelverteidiger aus Hamburg, der sich im zweiten Satz am rechten Fußknöchel behandeln lassen musste, ging nach einer Spielzeit von nur 62 Minuten als Verlierer vom Platz. Sinner bekommt es im Endspiel am Sonntag mit Félix Auger-Aliassime zu tun, der Alexander Bublik schlug.

Bagel in Satz eins - Highlights zum Zverev-Aus gegen Sinner

Quelle: Eurosport

"Ich habe gesehen, dass er körperlich zu kämpfen hatte. Er hatte in den vergangenen Monaten einen sehr straffen Zeitplan", sagte Jannik Sinner nach der Begegnung über den erschöpft wirkenden Alexander Zverev, der in seiner Profi-Karriere noch nie deutlicher verloren hat.
2014 hatte er sich mit 17 Jahren beim Heimturnier in Hamburg im Halbfinale mit dem exakt gleichen Ergebnis David Ferrer geschlagen geben müssen.
Nach dem Match in Paris gegen Sinner erklärte Zverev gegenüber "Sky", dass er sich "nicht zu 100 Prozent bewegen" konnte. Das rechte Fußgelenk sei "extrem aufgeschwollen" gewesen.
Deutschlands Nummer eins war mit einer 4:4-Bilanz gegen Sinner ins Duell gestartet, die beiden bisherigen Partien in dieser Saison (Finale Australian Open, Finale Wien) hatte jeweils der Südtiroler für sich entschieden.

Sinner setzt Zverev sofort unter Druck

Und auch in der Pariser La Défense Arena setzte Sinner die ersten Nadelstiche. Der 24-Jährige zog per Doppel-Break schnell auf 3:0 davon, während Zverevs Körpersprache wenig Optimismus ausstrahlte.
Dazu hatte der 28-Jährige Probleme, seinen gefürchteten Aufschlag hart und präzise einzusetzen. "Sascha atmet tief und schwer. Wenn der Schlag nicht gut kommt, erkennt Sinner sofort, dass er übernehmen muss", erläuterte Ex-Profi Philipp Kohlschreiber bei "Sky".
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Alexander Zverev im Halbfinale des ATP Masters von Paris

Fotocredit: Getty Images

So kam es, wie es kommen musste: Sinner erteilte der Nummer drei des ATP-Rankings mit 6:0 in 30 Minuten die Höchststrafe im ersten Satz.

Winner-Bilanz offenbart Zverev-Dilemma

Eine Bilanz, die die Kräfteverhältnisse auf den Punkt brachte: Sinner schlug bis dato elf Winner, Zverev einen. "Sascha wirkt müde, langsam in der Reaktionsgeschwindigkeit", befand Kohlschreiber.
Zverev holte zu Beginn des zweiten Satzes zwar sein erstes Spiel, musste sich aber bei 1:2 und Breakrückstand am rechten Fußknöchel behandeln lassen.
Sinner gab den Vorsprung in der Folge nicht mehr aus der Hand, im Gegenteil: Der amtierende Australian-Open- und Wimbledon-Champion durchbrach das Service des Olympiasiegers von 2021 erneut und erhöhte auf 4:1.

Kohlschreiber: "Batterie bei Zverev nicht voll"

"Die Batterie ist nicht voll bei Sascha", so Kohlschreiber, der überdies den gnadenlos guten Auftritt von Sinner lobte. Der Italiener habe "überragend returniert". Nach 62 Minuten war das ungleiche Halbfinal-Duell schließlich zu Ende.
"Ich hoffe, es geht ihm bald besser und er wird fit für Turin", sagte Sinner in Richtung seines Gegners. Dort stehen ab dem 9. November die ATP Finals an - und möglicherweise auch das nächste Duell der beiden Topspieler.

Sinner schließt zu Sampras auf

Sinner steht nun bei 25 Siegen in Folge auf Hartplatz in der Halle und schloss damit zu Pete Sampras auf (1996-1997). Die letzte Niederlage des 24-Jährigen in der Halle rührt aus der Saison 2023 her, als er bei den ATP Finals im Endspiel gegen Novak Djokovic verlor (3:6, 3:6).
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Sinner nach Halbfinale: "Zverev hatte körperlich zu kämpfen"

Quelle: SNTV

Allerdings: Bis zum Rekord ist es noch eine weite Strecke: John McEnroe gelangen zwischen 1978 und 1987 irrwitzige 47 Erfolge in Serie, Novak Djokovic 35 (2012-2015), Roger Federer 33 (2004-2007) und 29 (2010-2012), Ivan Lendl kam auf 32 (1980-1983).
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"Das war sehr mutig": Zverev nach Sieg über Medvedev erleichtert

Quelle: SNTV


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