Alexander Zverev erklärt schwere Halbfinal-Pleite gegen Jannik Sinner: "Konnte mich nicht zu 100 Prozent bewegen"
Eurosport bei GoogleAlexander Zverev hat einen Tag nach dem Viertelfinalcoup gegen Daniil Medvedev ein herbes 0:6, 1:6 im Halbfinale gegen Jannik Sinner kassiert. Der Traum von der Titelverteidigung beim Masters in Paris ist spektakulär geplatzt. Allerdings: Im Vollbesitz seiner Kräfte war der Hamburger bei der höchsten Karriere-Niederlage nicht. "Ich konnte mich nicht zu 100 Prozent bewegen", sagte Zverev bei "Sky".
Bagel in Satz eins - Highlights zum Zverev-Aus gegen Sinner
Quelle: Eurosport
Das Halbfinale in der La Défense Arena war gerade mal ein paar Minuten alt, da wurde deutlich, wohin die Reise geht.
Jannik Sinner eröffnete die Partie mit einem Break, die Körpersprache von Alexander Zverev ließ dagegen nichts Gutes erahnen.
Der Eindruck bestätigte sich über die gesamte Dauer der Partie und hatte auch einen konkreten Grund, wie Zverev später offenbarte: Das rechte Fußgelenk sei nach dem Erfolg gegen Daniil Medvedev "extrem aufgeschwollen", berichtete der 28-Jährige nach dem Aus.
Er habe sich infolgedessen nicht zu "100 Prozent" bewegen und "auch nicht richtig abstoßen können beim Aufschlag". Letzteres sei für ihn speziell "gegen Sinner sehr, sehr wichtig".
Tatsächlich brachte Zverev, unbestritten einer der besten Aufschläger auf der Tour, im ersten Satz sein Service nicht ein Mal durch. Die Folge war ein "Bagel" (0:6), die Höchststrafe im Tennis.
Zverev: "Wenn du gegen Sinner nicht bei 100 Prozent bist ..."
Anders als noch vor sechs Tagen beim ATP-Turnier in Wien, als Zverev dem Weltranglistenzweiten beim 6:3, 3:6, 5:7 einen beeindruckenden Final-Fight lieferte, stand er in Paris aufgrund der körperlichen Schwierigkeiten auf verlorenem Posten.
Auch eine kurze Behandlung bei 1:2 im zweiten Satz brachte keine Verbesserung.
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Alexander Zverev beim ATP Masters in Paris
Fotocredit: Getty Images
"Wenn du gegen Jannik nicht bei 100 Prozent bist und zu 1000 Prozent dein Level spielst, hast du keine Chance. Das hat er heute gezeigt", erläuterte Zverev, der das Masters in der französischen Hauptstadt vor einem Jahr durch ein 6:2, 6:2 im Endspiel gegen Ugo Humbert gewonnen hatte.
Zverev sucht Rat bei Arzt in München
Die Enttäuschung gegen Sinner, zusammen mit der Halbfinal-Niederlage 2014 in Hamburg gegen David Ferrer die höchste Pleite in Zverevs Profi-Laufbahn, war nicht nur bitter im Hinblick auf Paris.
Denn: Der Knöchel bereitet dem Zverev-Lager Sorgen vor den ATP Finals in Turin, die am 9. November beginnen.
"Ich werde jetzt wahrscheinlich nach München fliegen zu meinem Arzt, der mich am Knöchel operiert hat", teilte die Nummer drei des ATP-Rankings mit und bezog sich damit auf den Eingriff nach dem dreifachen Bänderriss im rechten Sprunggelenk, den er im Halbfinale der French Open 2022 im Duell mit Rafael Nadal erlitten hatte.
Man wolle jetzt "schauen, was es ist, ob man da was machen, vielleicht spritzen kann", führte Zverev aus. Danach soll es planmäßig nach Turin zum Showdown der besten Acht der Saison gehen.
Es ist ein Wettbewerb, den Zverev mag: 2018 und 2021 gewann er die ATP Finals, 2024 ging es bis ins Halbfinale. Eine echte Chance hat er aber nur, wenn er in der Inalpi Arena zu 100 Prozent fit ist. Der Mann, den es zu entthronen gilt, heißt schließlich: Jannik Sinner.
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Sinner nach Halbfinale: "Zverev hatte körperlich zu kämpfen"
Quelle: SNTV
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