Australian Open 2025 - Tennis-Szene verteidigt Novak Djokovic nach Fan-Pfiffen aufgrund seiner Halbfinal-Aufgabe
VonLukas Fegers
Update 24/01/2025 um 17:21 GMT+1 Uhr
Nach den Pfiffen gegen Novak Djokovic aufgrund seiner abrupten Aufgabe im Halbfinale der Australian Open stärkt die Tennis-Szene dem serbischen Superstar den Rücken. "Es war ein hässlicher Moment. Wir können das nicht akzeptieren für einen Spieler, der so viel gegeben hat. Nicht nur heute, sondern auch in der Geschichte dieses Sports", sagte beispielsweise Eurosport-Expertin Justin Hénin.
Zverev setzt sich für Djokovic ein: "Bitte Leute, buht nicht"
Quelle: Eurosport
Im ersten Semifinale der Australian Open hatte Djokovic den ersten Satz gegen Alexander Zverev im Tiebreak verloren, als er seinem Muskelfaserriss im linken Oberschenkel Tribut zollen musste. Nur 81 Minuten waren gespielt, ehe der Grand-Slam-Rekordchampion dem Deutschen die Hand reichte - frühzeitiges Ende statt stundenlanger Schlagabtausch.
Die Folge: Der Abgang des Serben wurde vereinzelt mit Pfiffen begleitet. "Eine Schande in Melbourne", titelte die serbische Presse wenig später.
Auch Zverev hatte dafür kein Verständnis, wie er unmittelbar nach der Djokovic-Aufgabe im On-Court-Interview klarstellte. Und auch Eurosport-Expertin Hénin argumentierte ähnlich.
"Wir verstehen, dass die Leute für dieses Spiel bezahlt haben", sagte die ehemalige Weltklasse-Spielerin aus Belgien. Doch Djokovic habe "sehr selten bei Grand-Slam-Turnieren aufgegeben. Er ist 37 Jahre alt, er kommt immer noch hierher, um sein Bestes zu geben … das ist nicht selbstverständlich für einen Champion, der er ist".
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Halbfinale: Zverev siegt nach Aufgabe von Djokovic - Highlights
Quelle: Eurosport
Becker: "Wir zollen ihm nicht genügend Respekt"
Wie Hénin zeigte sich Eurosport-Experte Arnaud Clément ebenfalls schockiert über die Reaktion von Teilen der Fans. "Es ist bedauerlich", sagte der Franzose, der die Pfiffe gegen Djokovic als "gespenstisch" empfand. Im Publikum gebe es "immer weniger Leute, die sich mit Tennis auskennen".
Deutschlands Tennis-Legende Boris Becker betonte derweil in der Eurosport-Sendung "Matchball Becker", dass Djokovic bei seinen Gegnern "unglaublichen Respekt" genieße und "sehr populär" sei: "Da zollen wir Journalisten und auch viele Zuschauer ihm nicht genügend Respekt."
Der 24-malige Grand-Slam-Sieger sei "der erfolgreichste Spieler aller Zeiten und mit 37 Jahren noch immer absolute Weltspitze", so Becker: "Wenn er sich verletzt hat, dann ist das erstmal schlecht für ihn, aber auch für das Turnier."
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Becker-Analyse: So knackte Zverev Djokovic in Satz eins
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