Daniil Medvedev verrät: Nummer eins in der Weltrangliste das große Ziel - aber nicht sein größtes
Dass Daniil Medvedev Novak Djokovic im Jahr 2021 noch von der Spitze der Weltrangliste verdrängt, ist ziemlich unwahrscheinlich. Dennoch erzählte der Russe nun, dass für ihn die Eroberung der Position eins das nächste "große Ziel" nach dem Grand-Slam-Sieg bei den US Open sei - aber nicht sein größtes. Das hat dann eher etwas mit seiner allgemeinen Performance auf der ATP-Tour zu tun.
Novak Djokovic (l.) und Daniil Medvedev bei den US Open 2021
Fotocredit: Getty Images
Aktuell hat Daniil Medvedev (9540 Punkte) exakt 1800 Zähler Rückstand auf Novak Djokovic (11340) - viel Holz so kurz vor Jahresende, zumal die Berechnung der Tennis-Weltrangliste erst nach und nach zum alten Modus von vor der Coronapandemie zurückkehrt.
Dennoch erzählte Medvedev nun, dass die Eroberung der Weltranglistenspitze nach seinem ersten Grand-Slam-Sieg jüngst bei den US Open sein nächstes großes Ziel ist.
"Die Nummer eins der Welt zu sein, ist immer noch das Ziel", sagte er und gab sich im Rennen mit Djokovic durchaus selbstbewusst: "Wenn ich ihn dieses Jahr noch kriege, exzellent, wenn nicht, versuche ich es zu einem späteren Zeitpunkt zu schaffen."
Mit vier Turniersiegen 2021 und einer Matchbilanz von 50-11 auf der ATP-Tour war der 25 Jahre alte Russe dieses Jahr schon sehr nahe dran am Maximum.
Medvedev setzt auf Faktor Erfahrung
Dass es für ihn bislang dennoch nicht reichte, um Djokovic zu überholen, akzeptiert Medvedev. "Auch wenn Novak bei einigen Masters nicht am Start war, hat er doch drei Grand-Slam-Turniere gewonnen und war beim vierten im Finale. Es ist also logisch, dass er die Nummer eins ist."
Djokovic, der 2021 auch bei vier Turniersiegen und einer Matchbilanz von 44-6 steht, das US-Open-Finale allerdings glatt gegen Medvedev verlor, hat dieses Jahr nur die Masters-Turniere in Monte-Carlo (3. Runde) und Rom (Finale) gespielt.
Auf dem Weg zu seinem nächsten großen Ziel ist für Medvedev indes "die Erfahrung der Schlüssel", wie er erklärte: "Die zwei verlorenen Finals bei den US Open 2019 und den Australian Open dieses Jahr haben mir dabei geholfen, dieses Mal das Finale der US Open zu gewinnen."
Medvedev sammelt Kräfte für Paris und Turin
Will er an die Spitze, muss Medvedev allerdings bei jedem Turnier performen, darf sich kaum einen Ausrutscher erlauben - so wie 2021 bei seinen Auftaktniederlagen in Rotterdam (gegen Dusan Lajovic), Rom (gegen Aslan Karatsev) und Halle (gegen Jan-Lennard Struff).
Noch mehr Konstanz in seine Leistungen zu bringen, sei deshalb die oberste Prämisse: "Mein größtes Ziel ist es, an der besten Version von mir in jedem Turnier zu arbeiten, egal ob es ein Slam ist oder ein 250er Turnier."
Aktuell schont Medvedev seine Kräfte. Der Russe ist diese Woche weder beim ATP-Turnier in Wien (500), noch in seiner Heimat in St. Petersburg (250) am Start und wird vermutlich erst wieder Anfang November beim Masters in Paris aufschlagen, ehe ab 14. November die ATP Finals in Turin anstehen, bei denen Medvedev als Titelverteidiger antritt.
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Quelle: Eurosport
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