Diriyah Tennis Cup in Saudi-Arabien - Daniil Medvedev exklusiv: "Ich musste defensiver werden"

Daniil Medvedev musste nach zwei Jahren mit großen Titeln in der Saison 2022 kleinere Brötchen backen. Bei den Grand Slams, den Masters und den ATP Finals ging der 26-Jährige leer aus. Mut macht ihm aber Carlos Alcaraz. "Vor den US Open hat er nicht sein bestes Tennis gespielt, aber mit seinem Talent und Spiel hat er es geschafft", sagte Medvedev bei Eurosport. Diesem Beispiel wolle er nun folgen.

Interview of MEDVEDEV

Quelle: Eurosport

In der Saison 2020 gewann Daniil Medvedev das Masters von Paris und die ATP Finals, im Folgejahr triumphierte er unter anderem beim Masters in Toronto, ehe ihm bei den US Open der bislang größte Erfolg der Karriere gelang.
Ein Trend, der sich 2022 nicht ganz bestätigte. Medvedev holte "nur" zwei Titel bei den kleineren Events in Los Cabos und Wien. Dafür gelang dem Russen Ende Februar erstmals der Sprung auf Platz eins der Weltrangliste.
Doch Medvedev peilt Titel an. "Ich weiß, dass ich gutes Tennis spielen kann, ich weiß, dass ich an einem guten Tag jeden schlagen kann und ich weiß auch, dass ich in der Lage bin, Grand-Slam-Turniere zu gewinnen", betonte Daniil Medvedev im Exklusiv-Interview mit Eurosport.
Vor allem der Sieg im Finale der US Open gegen Novak Djokovic gebe ihm diese Gewissheit.
Die Vorbereitung auf die Saison 2023 hat der Weltranglistensiebte, der in dieser Woche beim Diriyah Tennis Cup in Saudi-Arabien aufschlägt, bereits eingeläutet - mit Erfolg. Im Viertelfinale bezwang er dabei Alexander Zverev 6:0, 6:4.
Anschließend rang Medvedev auch Stan Wawrinka im Halbfinale 6:4, 6:4 nieder und steht damit kurz vor der Verteidigung seines Titels.
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Brillant gespielt - Zverev schafft erstes Break beim Comeback

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Beim Einladungsturnier in Saudi-Arabien will Medvedev den Grundstein dafür legen, um in der Saison 2023 von Beginn nach den großen Trophäen greifen zu können. "Ich weiß, dass ich es in mir habe, ich muss nur einen Weg finden, es öfter zu zeigen als im Jahr 2022", so der Moskauer.

Medvedev über Finale gegen Nadal: "Nicht leicht zu verdauen"

Im vergangenen Januar war er bereits dicht dran an der zweiten Grand-Slam-Krone, verlor bei den Australian Open aber ein denkwürdiges Finale nach 2:0-Führung gegen Rafael Nadal. Das Match wirkte nach.
"Die Niederlage selbst war vom Tennisspiel her nicht so enttäuschend, aber es war trotzdem eine Niederlage nach einem 2:0-Satzvorsprung. Das war nicht leicht zu verdauen", so der 26-Jährige.
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Finale: Nadal besiegt Medvedev nach 5:24 Stunden - Highlights

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"Ich weiß nicht, wie es sich auf mich ausgewirkt hat und ob es das immer noch tut. Keine Ahnung." Er habe das "Gefühl, dass ich es schon lange hinter mir gelassen habe, aber man weiß ja nie, vielleicht sitzt es irgendwo ganz tief in mir drin".

Medvedev selbstkritisch: "Zu aggressiv gespielt"

Er werde mental daran arbeiten, es bei der nächsten Auflage besser zu machen - und auch spielerisch habe er Veränderungen vorgenommen. "Ich habe mein Spiel aus dem Gefühl heraus dahingehend verändert, dass ich geschaut habe, was am besten funktioniert. Vergangenes Jahr gab es einen Moment, in dem ich mir gesagt habe: 'Ich muss defensiver spielen, ich bin jetzt zu aggressiv und habe das Gefühl, dass meine Gegner das mochten.' Ich hatte das Gefühl, dass ich defensiver spielen muss."
Damit habe er "Ende des Jahres begonnen" und den Eindruck gewonnen, "dass ich besser gespielt habe". Keine Frage, Medvedev wird man wieder auf dem Zettel haben müssen bei den großen Turnieren.
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Schmerzhafte Szene - Medvedev braucht Medical Timeout

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