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Wohnung verkauft wegen Tennis: So pushten die Eltern Thiems Karriere

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Dominic Thiem après sa victoire sur Novak Djokovic au Masters de Londres - ATP Finals

Fotocredit: Getty Images

VonKatharina Wiedenmann
21/05/2020 Am 06:57 | Update 21/05/2020 Am 06:57

Dominic Thiem forderte eine bessere Preisgeldverteilung für junge Spieler auf der Challenger-Tour. Zugleich blickte er im Interview mit der "L'Équipe" auf die eigene Jugend zurück, in der seine Eltern viele Opfer für ihn brachten. "Wenn man keinen Sponsor hat, müssen die Eltern zwischen 50.000 und 75.000 Euro pro Jahr zahlen. Sie haben das getan, um mir eine Chance zu geben", erzählte Thiem.

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Daher verkauften die Eltern des Österreichers auch eine Wohnung, um die beginnende Karriere ihres Sohnes finanziell zu unterstützen. Trotz dieser Schwierigkeiten merkte Thiem an: "Wir sind nicht verhungert! Wir waren gegenüber anderen immer privilegiert." Tennis sei allerdings "eine sehr teure Sportart, sogar wenn man jung ist".

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Der 26-Jährige sieht darin aber auch etwas Gutes: "Es ist sicherlich einer der letzten Lebensbereiche, in denen dir niemand etwas schenkt. Jeder muss arbeiten, um die Leiter nach oben zu klettern. Alle Spieler, die unter den Top 10 oder sehr gut platziert sind, haben hart gearbeitet."

Auch er habe sich nach oben kämpfen müssen. "Ich hatte nicht die beste finanzielle Situation der Welt. Meine Eltern waren sehr jung, als sie mich bekamen, es war nicht einfach. Ich weiß, wie es ist, Schwierigkeiten zu haben und daran zu arbeiten, diese zu überwinden", meinte Thiem.

Thiem fordert mehr Preisgeld für Youngster

Für nachfolgende Nachwuchsspieler wünscht sich der Österreicher dennoch einige Verbesserungen. Angesprochen auf mögliche Ideen für die Challenger-Tour schlug Thiem vor: "Das Preisgeld könnte besser verteilt werden. Das Spielniveau bei den Challengers ist sehr hoch. Es gibt viele Spieler mit einem sehr hohen Niveau, es ist extrem schwierig, ein Turnier zu gewinnen." Die teilnehmenden Spieler sollten daher "mehr Geld verdienen, als es aktuell der Fall ist".

Der diesjährige Australian-Open-Finalist rechnete zudem vor, wie es für viele junge Spieler finanziell auf den Turnieren aussieht: "Wenn man mit einem Trainer, aber ohne Physiotherapeut zu einem Challenger reist, muss man mindestens das Finale erreichen, um ein wenig Geld zu verdienen. Das ist nicht fair. "

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