Alexander Zverev bei den French Open 2023 - welche Rolle spielt der Olympiasiger in Paris?

Alexander Zverev ist in der 1. Runde der French Open gegen Lloyd Haaris der haushohe Favorit - und doch stehen viele Fragezeichen hinter der Leistungsstärke des Hamburgers. Was weniger mit dem Gegner zu tun hat als mit Zverev selbst. Immerhin einer macht sich gar keine Sorgen: Bruder Mischa. Es sei nur "eine Frage der Zeit, bis Sascha wieder in Topform" komme, so der 35-Jährige bei Eurosport.

Mischa exklusiv über Alex Zverev: "Nur eine Frage der Zeit ..."

Quelle: Eurosport

Ja was denn nun? Gehört Alexander Zverev bei den French Open zu den Außenseitern, ist er lediglich einer von vielen guten Spielern oder vielleicht sogar der Geheimfavorit, weil ihn derzeit einfach keiner einschätzen kann?
Wer die Antwort in den Vorleistungen des 26-Jährigen sucht, wird nur bedingt fündig.
Zunächst setzte es in der Sandplatzsaison vier Achtelfinal-Niederlagen in Serie (Monte-Carlo, München, Madrid, Rom).
Er sei "immer noch 1000 Kilometer entfernt" von den Topleuten, monierte Zverev. Bei der French-Open-Generalprobe in Genf erreichte er zwar das Halbfinale, zufrieden war er nach der Zweisatzpleite gegen den Weltranglisten-54. aber natürlich nicht.
Zwischenzeitlich fiel der deutsche Olympiasieger im ATP-Ranking sogar hinter Jan-Lennard Struff zurück. Die Kritik nahm zu, Zverev wehrte sich. "Die Experten geben teilweise ziemlich dumme Kommentare ab", befand die Nummer 27 der Welt. Er wisse genau, wie er seine Ziele erreichen könne.

Mischa Zverev: "Sascha geht es körperlich und emotional gut"

Nun also Roland-Garros, jenes Turnier, an dem das Unheil vor knapp einem Jahr seinen Lauf nahm. Dreifacher Bänderriss im rechten Sprunggelenk - und das, als Zverev im Halbfinale drauf und dran war, das Match gegen Rafael Nadal zu drehen.
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Zverev exklusiv: "... dann könnte es interessant für mich werden"

Quelle: Eurosport

Eine solche Negativerinnerung kann hemmen. "Wir haben gar nicht viel darüber gesprochen", wiegelt Mischa Zverev ab. "Ihm geht es körperlich und emotional gut. Sascha hat zwar einiges durchgemacht, ist aber schon sei einiger Zeit gesund."
Allenfalls dann, "wenn er wieder auf dem Court Philippe-Chatrier in der selben Ecke dieselbe Vorhand spielt, wird er vielleicht kurz daran denken", glaubt der ältere Bruder. Die Verletzung von damals, die Folgen, die Schwierigkeiten - alles abgehakt, versichert Mischa Zverev. "An den Fuß denkt er nicht."
Alexander Zverev selbst erklärte im Eurosport-Interview, dass er sich vielmehr "freue, wieder auf diesen Platz zu gehen, wo alles passiert ist, wo der zweite Teil meiner Karriere begann". Und den will der Hamburger noch erfolgreicher gestalteten als den ersten, auch wenn er beim Auftaktmatch in diesem Jahr erst einmal auf dem Court Simonne-Mathieu antritt.

Zverev auf den Spuren von Djokovic?

Die besonderen physischen Belastungen, die das Spiel auf Sand mit sich bringen, seien ebenfalls kein Problem, unterstreicht Mischa Zverev. "Sascha hat Zeit gebraucht, um beim Rutschen wieder das Vertrauen zu gewinnen, aber jetzt ist alles wieder wie vorher. Er bewegt sich wie früher", versichert der einstige Australian-Open-Viertelfinalist, der seinem jüngeren Bruder seit Jahren zur Seite steht.
Der Zverev-Plan ist langfristig ausgelegt. "Er kann immer noch die kommenden zehn Jahre hervorragend Tennis spielen - wie ein Novak Djokovic, der mit 36 Jahren weiterhin top ist", sagt Mischa Zverev.
Zunächst aber muss Alexander Zverev in Paris die Frage beantworten, welche Rolle er aktuell im Tennis-Zirkus spielen kann. Die Partie gegen den Weltranglisten-294. Lloyd Harris (Dienstag ab ca. 13:00 Uhr im Ticker) wird erste Erkenntnisse liefern.
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Becker exklusiv: "Zverev kämpft mit seinem Selbstvertrauen"

Quelle: Eurosport

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