Carlos Alcaraz ist für Boris Becker nach Rekord-Finale bei French Open gegen Jannik Sinner "der Beste aller Zeiten"
VonJan Zesewitz
Update 12/06/2025 um 09:08 GMT+2 Uhr
Nach dem epischen French-Open-Finale über fünf Sätze und 5:29 Stunden gegen den Weltranglisten-Ersten Jannik Sinner steht Carlos Alcaraz bei fünf Grand-Slam-Titeln - mit gerade einmal 22 Jahren. Eurosport-Experte Boris Becker blickte in seinem Podcast mit Andrea Petkovic auf das Endspiel zurück und hob den Spanier auf die größtmögliche Stufe. Dieser sei für ihn "der beste Spieler aller Zeiten".
Die schönsten Winner: So zauberte sich Alcaraz zum Sieg
Quelle: Eurosport
"Die Variation, mit der Power, mit dem Ballgefühl - ich wüsste keinen Spieler in der Geschichte des Tennissports, der diese Kombination hat", sagte Becker bei einer Live-Aufnahme des Podcasts im Rahmen des ATP-Turniers in Stuttgart.
Das Roland-Garros-Finale ging als eines der spannendsten und hochklassigsten Grand-Slam-Endspiele in die Geschichte ein. Alcaraz gewann gegen Sinner nach 0:2-Satzrückstand noch mit 4:6, 6:7, 6:4, 7:6, 7:6 und wehrte im vierten Satz bei 3:5 0-40 drei Matchbälle des Italieners ab.
"Er hat immer noch einen siebten Gang", sagte Becker über den 22-Jährigen, dessen größte Schwachstelle aktuell die ab und an fehlende Konstanz sei, die er aber gegen die besten Gegner auf der größten Bühne zeige.
"Er ist für mich ein Genie", sagte der 57-Jährige: "Wenn er gefordert wird, gekitzelt wird, wenn er motiviert ist, dann findet er eine andere Ebene, die kein Spieler auf der Welt hat."
Sinner vs. Alcaraz: die neue große Tennis-Rivalität
Nach den "Big Three" um Roger Federer, Rafael Nadal und Novak Djokovic - letzterer immerhin selbst Halbfinalist in Roland-Garros - erhielt die Tennis-Welt mit Alcaraz und Sinner fast nahtlos die nächste Rivalität auf absolutem Top-Niveau.
"Die ganze Welt spricht über Alcaraz und Sinner, das ist ein Riesen-Kompliment für unseren Sport", sagte Becker über die ersten beiden der Weltrangliste, die seit 2024 alle Grand-Slam-Titel unter sich aufgeteilt haben.
Sinner aber werde an dieser Niederlage, bei der er schon "Championship Points" hatte, lange knabbern müssen, glaubte Becker in Stuttgart: "Sinner braucht ein Jahr, sich davon zu erholen. Bis er wieder auf diesem Platz, bei diesem Turnier steht. Selbst wenn er bis dahin gut spielt, diese Niederlage wird noch ein Jahr in ihm arbeiten."
Die Chance zur Revanche bietet sich in Wimbledon ab dem 30. Juni - dort geht Alcaraz als Titelverteidiger in das Turnier und könnte auf dem "Heiligen Rasen" den dritten Sieg in Serie holen.
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Finale: Alcaraz wehrt Sinner-Matchbälle ab und siegt - Highlights
Quelle: Eurosport
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