Ex-Profi André Agassi kritisiert Jannik Sinner für Hitze-Aus bei Match gegen Cerúndolo: "Körperlich nicht vorbereitet"
Update 06/06/2026 um 00:12 GMT+2 Uhr
Nach seinem Zweitrunden-Aus in Roland-Garros gegen Juan Manuel Cerúndolo hat der Weltranglistenerste Jannik Sinner die schlechte Leistung mit fehlender Energie begründet. Für den früheren Weltklassespieler André Agassi zeugt das allerdings nicht von Professionalität. Sinner hätte sich besser auf die Verhältnisse vorbereiten müssen. Es gebe für ihn "keine Entschuldigung".
2. Runde: Sensation! Sinner geht in der Hitze komplett ein - Highlights
Quelle: Eurosport
Laut André Agassi gebe es "einen Unterschied zwischen fit sein und nicht vorbereitet sein", sagte der 56-Jährige bei Eurosport.
"Wir reden nicht über jemanden, der körperlich nicht vorbereitet ist, um auf dem höchsten Level zu agieren. Wir reden über den aktuell besten Spieler der Welt."
Die körperliche Fitness habe Sinner, wie seine Erfolge in der Vergangenheit zeigen würden: "Im letzten Jahr war er in der Lage, ein fünfeinhalb stündiges Finale zu spielen. Es gibt für ihn keine Entschuldigung, dass er diesmal nach 1:45 Stunden in die Wand gecrasht ist. Da stimmt etwas nicht."
Agassi zeigte sich verwundert über den Einbruch, zumal das Team des Weltranglistenersten mit Trainern und Ärzten sonst immer perfektionistisch an die Spiele herangehe.
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Agassi: Problem mit der Flüssigkeitszufuhr?
Für den achtmaligen Grand-Slam-Sieger könnte Sinners Problem sein, dass er zu wenig getrunken habe. Sein Team müsse die Gründe für das frühe Aus überprüfen.
"Vielleicht sollten sie eine weitere Person ins Team holen oder eine andere Perspektive einnehmen. Ich glaube, es könnte ein Problem im Zusammenhang mit der Flüssigkeitszufuhr vorliegen."
Agassi selbst hat viermal die Australian Open gewonnen, die regelmäßig bei großer Hitze in Australien stattfinden. Sein Schlüssel zum Erfolg sei es gewesen, sehr viel zu trinken. "Immer, wenn ich in Australien bei großer Hitze ein Best-of-five-Match bestritt, habe ich in den 24 Stunden rund um das Spiel 12 bis 24 Liter Wasser getrunken."
Auf der Pressekonferenz nach dem Match hatte Sinner bestritten, dass die Hitze der Grund für seinen Einbruch war. "Ab der Mitte des dritten Satzes hatte ich plötzlich keine Energie mehr. Ich konnte keinen Zugriff mehr auf das Match finden", sagte der 24-Jährige.
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