French Open 2026: Sinner erlebt Hitze-Drama gegen Cerúndolo - Eurosport-Experten sprechen von "Sensation des Jahres"
Update 28/05/2026 um 18:55 GMT+2 Uhr
Turnierfavorit Jannik Sinner ist bei den French Open in Paris an der Hitze und seinem eigenen Körper gescheitert. Im Zweitrundenmatch gegen Juan Manuel Cerúndolo sah der Italiener wie der sichere Sieger aus, ehe er im dritten Satz beim Stand von 5:1 plötzlich kaum einen Ball mehr traf. Statt souverän in die dritte Runde einzuziehen, folgte ein schmerzliches Aus, das auch die Experten verblüfft.
Rittner und Kohlschreiber analysieren den Sinner-Schock: "Unglaublich!"
Quelle: Eurosport
Bei 33 Grad im Schatten machte Sinner im dritten Satz plötzlich die Hitze zu schaffen, immer wieder suchte die Nummer eins der Welt den spärlichen Schatten auf dem Center Court.
Sinner hatte in den vergangenen Jahren immer wieder bei hohen Temperaturen mit seinem Körper zu kämpfen gehabt.
In Sinners Box herrschte Ratlosigkeit, als er ein eigenes Aufschlagspiel ohne Punktgewinn abgeben musste. Beim Stand von 6:3, 6:2, 5:4 konnte er nicht mehr weiterspielen und nahm eine medizinische Auszeit. Dabei gab er an, dass ihm übel und schwindelig sei.
Sinner kehrte nach zehn Minuten auf den Platz zurück, machte aber weiter keinen guten Eindruck und verlor den dritten Satz. Erst nach 18 verlorenen Ballwechseln und sieben Spielverlusten in Folge machte der Südtiroler wieder einen Punkt bzw. ein Spiel.
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2. Runde: Sensation! Sinner geht in der Hitze komplett ein - Highlights
Quelle: Eurosport
Becker sieht "Sensation des Jahres"
Zum Matchgewinn reichte es dennoch bei weitem nicht mehr: 6:3, 6:2, 5:7, 1:6, 1:6 hieß es am Ende aus der Sicht von Sinner - die Sensation war perfekt. So sahen es auch die Eurosport-Experten.
"Das hatte niemand auf dem Zettel. Das ist eine Sensation - vielleicht sogar die Sensation des Jahres", meinte Boris Becker. Er rechnete vor: "Sinner hat die letzten fünf Turniere am Stück gewonnen, war in Paris der absolute Top-Favorit. Und dann scheidet er gegen den jüngeren Cerúndolo-Bruder aus. Sachen gibt's, die gibt es gar nicht."
In der Tat hatte Sinner zuvor 30 Spiele am Stück gewonnen, ehe ihn in Paris das überraschende Aus ereilte. Eurosport-Experte Philipp Kohlschreiber konnte das Geschehen nicht fassen: "Unglaublich. Er hat ihn hergespielt und auf einmal ging nichts mehr. Das war traurig anzusehen."
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Mischa zu Sinner-Drama: "Da kannst du nichts machen"
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Sinner-Aus: Wilander spricht von einem "Schock"
Barbara Rittner ordnete die Niederlage Sinners am Eurosport-Mikrofon ebenfalls ein: "Wir können nur mutmaßen, aber da wird auch eine psychische Komponente dabei gewesen sein. Es ging ihm so schlecht, dass er von 100 auf 20 Prozent runter ist."
Auch Mats Wilander, selbst dreimal French-Open-Sieger, sprach von einem "Schock".
"Das ist eine sehr, sehr große Überraschung, weil er der Favorit auf den Turniersieg war", meinte der Schwede: "Er muss dieser Situation auf den Grund gehen, denn es passiert häufiger und inzwischen auch ein bisschen zu oft. Irgendetwas muss da passieren."
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Wilander über Hitze-Opfer Sinner: "Es passiert ein bisschen zu oft"
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Gibt es einen neuen Grand-Slam-Sieger?
Für den Italiener bleibt der Traum vom Titel in Roland-Garros damit zunächst weiter unerfüllt. Der Titel in Paris fehlt dem 24-Jährigen noch in dessen Sammlung.
Alexander Zverev rückt damit überraschend zum Turnierfavoriten auf. "Es gibt aber auch noch einen Djokovic, der sich Match für Match besser ins Turnier reinspielt", gibt Rittner zu bedenken: "Zverev muss von Spiel zu Spiel planen und darf nicht zu weit denken."
Damit wird es erstmals seit den US Open 2023 (Djokovic) wieder einen Grand-Slam-Sieger geben, der nicht Sinner oder Alcaraz heißt. Rekord-Grand-Slam-Sieger Djokovic (24 Titel) ist ohnehin der letzte im Feld verbliebene Spieler, der schon mal ein Major gewonnen hat.
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(mit SID)
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