Iga Swiatek erhält in Doping-Debatte prominenten Unterstützer: Andy Roddick stellt sich schützend vor Superstar
Publiziert 06/12/2024 um 12:32 GMT+1 Uhr
Die einmonatige Dopingsperre für Iga Swiatek hat in der Tennis-Szene hohe Wellen geschlagen. Mit Andy Roddick hat die fünfmalige Grand-Slam-Siegerin in der laufenden Debatte nun einen prominenten Unterstützer bekommen. "Ich kann es nicht als Doping bezeichnen", polterte der US-Open-Sieger von 2003 in seinem Podcast "Served with Andy Roddick". Es sei "einfach unglücklich für sie", führte er aus.
Swiatek zur Dopingsperre: "Starkes Gefühl der Ungerechtigkeit"
Quelle: Perform
Swiatek wurde außerhalb eines Turniers positiv auf die verbotene Substanz Trimetazidin (TMZ) getestet. Der 23-Jährigen konnte jedoch kein signifikantes Verschulden nachgewiesen werden.
Im Austausch mit der International Tennis Integrity Agency (ITIA) gab Swiatek an, dass der positive Dopingtest durch die Verunreinigung eines nicht verschreibungspflichtigen Medikaments (Melatonin) verursacht wurde. Der Stoff werde in Polen hergestellt und verkauft, sie selbst habe es gegen Jetlag und Schlafprobleme eingenommen.
"Das ist so, als würde man um 2:30 Uhr morgens in Cincinnati Melatonin gegen Jetlag einnehmen", erklärte Roddick. "Man bedenke, wie viele Dinge schiefgehen mussten, damit Swiatek wegen Melatonin und etwas Verunreinigtem auffliegt."
Wie Roddick anführte, habe auch er im Laufe seiner Karriere auf Melatonin zurückgegriffen. "Wer kann sagen, dass unseres nicht verunreinigt war", stellte der 42-Jährige fest. "Wie lange werden wir uns über ein milliardstel Gramm von irgendetwas oder kontaminiertem Melatonin, das keine Leistungssteigerung zur Folge hatte, aufregen?"
Roddick: "Einfach unglücklich für sie"
Roddick stößt sich vor allem daran, dass das Vergehen von Swiatek nun für immer an ihr haften wird - obwohl sie bloß Opfer eines kontaminierten Medikamentes wurde.
"Es ist einfach unglücklich für sie", sagte die ehemalige Nummer eins der Welt. "Ein negativer Test in Paris bei den Olympischen Spielen, negative Tests in New York. Es handelt sich also nicht um eine laufende Sache. Es ist einfach scheiße. Es ist einfach scheiße, weil die Schlagzeilen-Leute, die dümmsten Menschen in unserem Sport, sagen werden: 'Ah, Doping'", so Roddick.
Swiateks Sperre endete am 4. Dezember. Ihren Saisonstart will sie beim United Cup zwischen 27. Dezember und 5. Januar des neuen Jahres absolvieren.
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Quelle: Perform
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