Patrick Mouratoglou zückte auf der Tribüne des Arthur-Ashe-Stadions einige Male kopfschüttelnd sein Notizbuch, doch am Ende schonte Serena Williams die Nerven ihres Trainers: Nach einem gleichermaßen starken wie fehlerhaften Auftritt erreichte die 38-Jährige das Viertelfinale der US Open und revanchierte sich mit dem 6:3, 6:7 (6:8), 6:3 in einem hochklassigen Match gegen die Griechin Maria Sakkari für die vor zwei Wochen im Achtelfinale der Western and Southern Open an gleicher Stelle erlittene Niederlage.

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Highlights | Serena Williams mit Comeback-Sieg gegen Sakkari

Im dritten Satz lag Williams schon 0:2 zurück, drehte die Partie aber noch. "Ich habe schon ein bisschen daran gedacht, aber es war ein ganz anderes Match, ein anderes Szenario als vor zwei Wochen", sagte Williams mit Blick aufs vorangegangene Turnier: "Ich habe einfach weitergekämpft. Sie war sehr aggressiv, hat toll gespielt - und ich musste dasselbe tun. Ich bin unglaublich glücklich, wieder hier im Viertelfinale zu stehen."

Für Williams war es der 100. Sieg im Arthur Ashe Stadium. Die 38-Jährige zeigte erneut über drei Sätze eine konzentrierte Leistung. "Ich bin matchfit", sagte sie zufrieden.

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Serena Williams jagt ihrem 24. Grand-Slam-Titel hinterher

Williams jagt ihren 24. Titel bei einem Grand-Slam-Turnier, mit dem sie zu Rekordsiegerin Margaret Court (Australien) aufschließen würde.

Im 53. Grand-Slam-Viertelfinale ihrer Karriere trifft Williams nun im "Battle of the Mums" auf die ungesetzte Bulgarin Tsvetana Pironkova, wie Williams Mutter eines kleinen Kindes und erstmals seit Wimbledon 2017 wieder bei einem Turnier dabei.

Schrei der Erleichterung: Williams ringt Sakkari nieder

Williams begann gegen Sakkari mit einem Doppelfehler, danach steigerte sie sich ganz allmählich in eine Form, die ihrer Gegnerin zunächst viele Probleme bereitete. Mit Tempowechseln, ihrem druckvollen Spiel und ihrer erdrückenden Präsenz auf dem Platz verpasste Williams einem unterhaltsamen Match im ersten Satz ihren Stempel.

Williams kommt im dritten Satz zurück

Die 13 Jahre jüngere Sakkari, Tochter der früheren Top-50-Spielerin Angeliki Kanellopoulou, steckte nie auf und erspielte sich immer wieder sehenswerte Punkte. "Gegen Serena musst du von Anfang bis zum Ende dein bestes Tennis spielen, sonst bist du völlig chancenlos", hatte sie vor dem Match befürchtet. Das gelang ihr am Ende nicht in letzter Konsequenz, daran änderten auch die in griechischer Sprache geführten Selbstgespräche bei den Seitenwechseln nichts.

Ass mit dem Zweiten: So macht man einen Satz zu

Im zweiten Satz hielt Sakkari hervorragend mit und erzwang den Tiebreak, den sie gegen eine nun sehr fehlerhafte Williams mit 8:6 gewann. Auch im dritten Durchgang legte Sakkari das Break zum 1:0 vor, doch dann fand Williams ihre Form aus dem ersten Satz wieder. Über 3:2, 4:3 und das entscheidende Break zum 5:3 riss sie die Partie an sich und verwandelte nach 2:28 Stunden ihren zweiten Matchball.

Interessierter Zuschauer war neben Williams-Ehemann Alexis Ohanian, ihrer Schwester Venus, Kerber-Bezwingerin Jennifer Brady (USA) und Naomi Osaka (Japan) unter anderem auch der Weltranglistendritte Dominic Thiem. Der Österreicher wartete auf sein anschließendes Match gegen den aufstrebenden jungen Kanadier Felix Auger-Aliassime, die Nummer 21 der Welt.

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(mit SID)

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