US Open 2022: Wimbledon-Siegerin Elena Rybakina übt nach Blamage in New York öffentliche Kritik an der WTA
Elena Rybakina ist bei den US Open krachend gescheitert. Die Wimbledon-Siegerin musste bereits in Runde eins gegen Qualifikantin Clara Burel die Segel streichen (4:6, 4:6). Im Anschluss an ihre überraschende Pleite übte die Kasachin öffentliche Kritik an der WTA und deren "schwacher Führung". "Ich denke, auf der Tour gibt es viel mehr zu besprechen und noch mehr Dinge zu verbessern", sagte sie.
Match point: Burel beats Wimbledon champion Rybakina
Quelle: Eurosport
"Die Bälle sind etwas, über das wir reden sollten, aber das ist meiner Meinung nach nicht das Hauptthema", ergänzte die 23-Jährige.
Aufgrund der Tatsache, dass die Damen bei den US Open leichtere Bälle als üblich auf der Tour und damit auch leichtere als bei der Herren-Konkurrenz verwenden müssen, hagelte es bereits vor dem Turnierstart in New York von den Topspielerinnen um Iga Swiatek und Paula Badosa teils heftige Kritik
Rybakina dagegen störte sich vielmehr an der grundsätzlichen Organisation der WTA-Tour. "Nach Wimbledon war alles neu für mich. Wenn ich auf diese paar Wochen zurückblicke, in denen ich bereits Turniere gespielt habe, würde ich sagen, dass es eine großartige Leistung für mich war. Von der Erfahrung her würde ich sagen, dass es nicht das Größte war", erklärte sie und betonte:
"Ich denke, das ist das strukturelle Problem WTA-Tour, die ehrlich gesagt eine etwas schwache Führung hat, weil wir so viele Dinge am Laufen haben. Es war mein Traum, Wimbledon zu gewinnen. Es ist schade. Ich habe das Gefühl, eigentlich nicht der Wimbledon-Champion zu sein."
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Rybakina: "Ich denke nicht, dass das fair ist"
Die Kasachin gewann im Juli diesen Jahres den Rasen-Klassiker in Wimbledon und feierte damit den größten Erfolg ihrer Karriere.
"Es braucht Zeit, um das zu realisieren, aber wenn man von Turnier zu Turnier reist, fühlt man sich am Ende des Tages so. Es geht um das gesamte Drumherum - auch um die Punktevergabe. Ich denke nicht, dass das fair ist", übte die Olympia-Bronzemedaillengewinnerin von Tokio öffentliche Kritik am Tennisverband und ergänzte abschließend:
"Ich spreche dabei nicht nur von mir selbst, sondern ich glaube, dass viele Spielerinnen für all diese Entscheidungen bezahlen müssen."
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