US Open 2026 in New York - Alexander Zverev reist mit Fragezeichen im Gepäck zum letzten Grand Slam der Saison
Eurosport bei GoogleAlexander Zverev muss ein paar Fragezeichen in den Koffer packen, wenn er die Reise nach New York zu den US Open antritt. Der Grund liegt auf der Hand. Der French-Open-Champion war bei den beiden Nordamerika-Masters in Montréal und Cincinnati weit entfernt von seinem besten Niveau. Der vermeintliche Vorteil, den er sich erspielen wollte, droht zu verpuffen. Ein Grund zur Panik ist das aber nicht.
Trotz Satzführung: Zverev unterliegt beim Masters in Cincinnati
Quelle: SNTV
Es sei für ihn "ein schwerer Wechsel, weil der Ball viel höher abspringt", erklärte Alexander Zverev auf einer Pressekonferenz in Cincinnati. Gemeint war der Switch von Rasen auf Hartplatz, vom Klassiker in Wimbledon zu den großen Wettbewerben in Nordamerika.
Im Unterschied zu allen anderen Top-5-Profis des ATP-Rankings trat der 29-Jährige sowohl in Montréal als auch in Cincinnati an - trotz der Tatsache, dass beide Events jeweils fast zwei Wochen lang sind. Viel zu aufgebläht, befand Zverev.
Aber: "Ich gehöre definitiv zu denen, die den Wettkampf brauchen, und deshalb spiele ich." Dahinter steckte ein klarer Plan. Er schlage in Montréal auf, um "in Cincinnati besser und dann hoffentlich in New York mein bestes Tennis zu spielen", so Zverev.
Der Steigerungslauf hin zu den US Open (30. August bis 13. September) stockt allerdings, Zverev nimmt nur mühsam Tempo auf. Die 7:6 (7:3), 2:6, 4:6-Niederlage zum Auftakt in Kanada gegen Tallon Griekspoor kürte der Weltranglistendritte zum "wahrscheinlich schlechtesten Spiel der Saison".
Zverev: "Muss einige Anpassungen vornehmen"
Auffällig war die Tatsache, dass er sowohl über den ersten als auch den zweiten Aufschlag mit mageren Punktquoten von 71 beziehungsweise 41 Prozent enttäuschte. Beim Spiel am Netz hatte der Turnierfavorit ebenfalls massiv Luft nach oben.
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Alexander Zverev beim ATP Masters in Cincinnati
Fotocredit: Getty Images
War der Rückschlag von Montréal noch eingepreist ("Ich glaube nicht, dass ich hier mein bestes Tennis spielen werde"), wiegt das Achtelfinal-Aus in Cincinnati gegen Tommy Paul schon schwerer.
Er wolle "einige Anpassungen vornehmen", hatte Zverev vor Turnierstart betont, nachdem er sich in Kanada "nicht wohlgefühlt" habe auf dem Hardcourt. "Ich bin hier, um meine beste Form für die US Open zu erreichen."
Zverev mit Luft nach oben bei Aufschlag und Netzspiel
Das Vorhaben, sich diesen Vorteil zu erspielen, ging schief. Zumindest hinsichtlich der hohen Standards, die Zverev setzt. Zum Auftakt musste er einen Satzrückstand gegen Cameron Norrie korrigieren, es folgte ein mühsamer Sieg mit zwei Tiebreaks gegen Térence Atmane. Im Achtelfinale ließ die Nummer eins der Setzliste einen Matchball gegen Tommy Paul liegen und schied aus.
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Highlights: Zverev übersteht Tiebreak-Krimi
Quelle: SNTV
Es gab durchaus Parallelen zur Niederlage gegen Griekspoor zwei Wochen zuvor: Zverev konnte beim Aufschlag, eine seiner stärksten Waffen, wieder nicht überzeugen - die Punktquoten über den ersten (74 %) und zweiten (51 %) lagen unter jenen des Gegners. Dazu haperte es mit dem Spiel am Netz, wo der Hamburger nur in sechs von 13 Fällen erfolgreich war. Zum Vergleich: Paul kam auf 12 aus 15 und schlug überdies deutliche mehr Winner (34 zu 21).
Es sind Zahlen, die Zverev zu denken geben werden. Warnsignale, aber kein Grund zur Panik. Denn: In Flushing Meadows wird ein ganz anderes Spiel gespielt. Best-of-five, das größte Tennis-Stadion der Welt, neue Bedingungen.
Alcaraz, Sinner und Djokovic geben Rätsel auf
Hinzu kommt: Anders als die schärfsten Rivalen weiß Zverev, wo die Problemfelder im Wettkampf liegen. Carlos Alcaraz hat aufgrund seiner Handgelenksverletzung seit April kein Match mehr bestritten. Jannik Sinner sorgt sich um das Knie und schlug letztmals im Finale von Wimbledon auf. Ob und in welcher Verfassung die beiden Stars beim letzten Grand Slam der Saison aufschlagen? Unklar.
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Djokovic fliegt nach Satzführung angeschlagen in Runde zwei raus
Quelle: Perform
Novak Djokovic wiederum bestritt seit Wimbledon nur eine Partie in Cincinnati - und kassierte prompt eine überraschende Niederlage gegen Außenseiter Thiago Agustín Tirante. Der Serbe musste sich gar übergeben während der Begegnung, auch seine Aussagen im Nachgang klangen nicht gut. "Es ist einfach eine gesundheitliche Beeinträchtigung, die mich schon seit ein paar Jahren belastet. Das verursacht eine Menge Probleme, vor allem bei hoher Luftfeuchtigkeit und Hitze", erläuterte der 39-Jährige.
Muster ohne Wert? Was Zverev vor den US Open Mut macht
Im Vergleich dazu ist die Situation bei Zverev noch gut, der Holper-Start auf Hartplatz kann trotzdem noch viel wert sein - und auch die vergangenen Jahre zeigen, dass die Generalprobe für die US Open nicht unbedingt aussagekräftig ist.
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"Ganzen Platz nass gemacht": Zverev schwitzt - und muss sich umziehen
Quelle: SNTV
Bei seiner bislang einzigen Endspiel-Teilnahme in New York im Jahr 2020 schied er zuvor in Cincinnati zum Auftakt aus. Vergangene Saison stieß er bei den Nordamerika-Masters jeweils in Halbfinale vor, um in Flushing Meadows schon in Runde drei zu scheitern.
Bedeutet: Zverev gehört weiterhin zu den Favoriten bei den US Open, ein Steigerungslauf ist ja auch noch in Flushing Meadwos selbst möglich ...
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Zverev übt Masters-Kritk: "Glaubst du, das interessiert Novak?"
Quelle: SNTV
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