US Open - Boris Becker analysiert das Phänomen Nick Kyrgios: "Keine Trainingsdisziplin, keine passende Mentalität"

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Boris Becker hat das Phänomen Nick Kyrgios analysiert. Der Australier sei ein "extrem talentierter Spieler", der einen tollen "Aufschlag und Ballgefühl" habe, lobte der 58-Jährige bei "sporteurope.tv" während einer seiner Match-Kommentierungen bei den US Open. Kyrgios besitze bei allem Talent jedoch "keine Trainingsdisziplin, keine passende Mentalität für einen Leistungssportler", urteilte Becker.

Boris Becker zeigte sich beeindruckt von Nick Kyrgios' einstigem Potenzial - und bedauerte, was der Australier daraus machte

Fotocredit: Getty Images

"Überrascht hat mich das irgendwie nicht", erklärte Becker kurz darauf in seinem Podcast mit Andrea Petkovic.
Stefanos Tsitsipas scheint sogar schon vor Bekanntwerden des Vergehens von Kyrgios' Drogenkonsum gewusst zu haben. Das erklärte der Grieche jedenfalls im Rahmen der US Open in New York.
Bei "sporteurope.tv" drückte Becker nun auch sein Bedauern über das verschwendete Potenzial des 31-jährigen Kyrgios aus: "Das ist schade, weil man so einen Spieler gerne im Halbfinale, Finale von großen Turnieren sieht. Einmal hat es geklappt, in Wimbledon war er im Finale. Aber er hätte natürlich deutlich mehr aus seiner Karriere machen können, als er es bisher geschafft hat", so der sechsmalige Grand-Slam-Turniersieger aus Leimen.
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Nick Kyrgios ist vorläufig gesperrt

Fotocredit: Getty Images

Kyrgios nicht mehr gesperrt

Seine nur einmonatige Sperre hat Kyrgios allerdings bereits abgesessen.
2022 war er bis ins Endspiel von Wimbledon vorgedrungen, schaltete auf seinem Weg unter anderem Stefanos Tsitsipas aus.
Im Halbfinale profitierte er dann von einem Walkover gegen Rafael Nadal und entschied im Finale gegen Novak Djokovic immerhin den ersten Satz für sich.

Nick Kyrgios: Top-Talent mit Verhaltensauffälligkeiten

Nur wenigen Monate nach dem Wimbledon-Finale erreichte er bei den US Open das Viertelfinale.
In Roland-Garros überstand der Australier nie die 3. Runde, bei seinem Heim-Slam in Melbourne qualifizierte er sich 2018 für das Achtelfinale - 2022 gewann er zusammen mit Thanasi Kokkinakis den Doppel-Titel.
2016, im Alter von 21 Jahren, hatte Kyrgios bereits Rang 13 der Weltrangliste belegt, galt als eines der größten Talente. Nur: Sein Potenzial konnte er selten bestätigen und sorgte stattdessen immer wieder mit Verhaltensauffälligkeiten für Negativ-Schlagzeilen. Insgesamt gewann das enfant terrible sieben ATP-Titel, alle auf Hartplatz.

Becker und Kyrgios - es gibt eine Vorgeschichte

2019 hatte Becker noch Interesse daran gezeigt, Kyrgios zu trainieren. Inzwischen aber steht die Karriere des Australiers auf der Kippe.
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